Deutsche Immobilien sind im In- und Ausland weiter heiß begehrt. Die Spitzenrenditen sind niedrig, haben allerdings wohl ihren Boden erreicht. Das Angebot bleibt der limitierende Faktor – dennoch gab es dieses Jahr bereits etliche Großdeals. Eine Übersicht.
Die Nachfrage nach Immobilien und Grundstücken ist an den deutschen Top-7-Standorten weiter hoch, wenngleich das Transaktionsvolumen (TAV) im ersten Halbjahr 2019 um zehn Prozent 12,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken ist. Das geht aus aktuellen Zahlen von German Property Partners (GPP) hervor. „Wir
merken aber, dass an allen Top-7-Standorten das Angebot auch in diesem Jahr weiter abnimmt“, so Nabben.
Top 10 Abschlüsse im ersten Halbjahr 2019 (an den Top 7 Standorten)
Einen Investment-Boom erlebt nach wie vor Berlin. Dort alleine wurden 4,83 Milliarden Euro TAV im ersten
Halbjahr umgesetzt. Das Top-Ergebnis aus dem vergangenen Jahr wurde abermals überboten – um starke 97 Prozent. In München (-58 Prozent) und Hamburg (-52 Prozent) ging das TAV am deutlichsten zurück. In beiden Städten stehen großvolumige Transaktionen aber vor dem Abschluss, ein deutlich stärkeres zweites Halbjahr ist sowohl an der Elbe,
als auch an der Isar zu erwarten.
Wer zahlt eine Milliarde Euro für "The Squaire"?
Der größte Deal des bisherigen Jahres wurde in Frankfurt abgewickelt. „Die Welle“ wurde für 620 Millionen Euro von Invesco Real Estate erworben. An der Mainmetropole dürfte es bis zum Ende des Jahres noch einen weiteren großen Abschluss geben: „The Squaire“ mit seiner direkten Lage zum Flughafen steht vor dem Verkauf. Kaufpreis: fast eine Milliarden Euro.
Die meist gefragte Assetklasse an den Top-7-Standorten sind nach wie vor Büroimmobilien. Sie verbuchen rund 67 Prozent des gesamten TAV. Die Spitzenrenditen für Büroimmobilien sanken weiter, liegen nun bei 2,96 Prozent (-0,22 Prozent-Punkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Den niedrigsten Wert in dieser Kategorie vermeldet Hamburg (2,80, den höchsten Köln (3,20).
„2018 hat der Immobilien-Investmentmarkt ein herausragendes Ergebnis mit 36,71 Milliarden Euro Transaktionsvolumen erreicht. Das ist in diesem Jahr nicht zu erwarten, allerdings zeichnet sich erneut ein gutes Ergebnis ab. Wir rechnen mit etwa 32 Milliarden Euro. Die Spitzenrenditen bewegen sich weiter auf einem niedrigen Niveau, eine erneute Abwärtsbewegung ist hier aber nicht mehr zu erwarten“, so Nabben.
