Die Top 10 profitieren besonders vom hohen Marktumsatz der Facility Service-Unternehmen. Hier die wichtigsten Ergebnisse der Lünendonk-Studie 2017 und das Ranking der größten FM-Unternehmen.
Der markt für Facility Services ist in Deutschland im vergangenen Jahr stärker gewachsen als jemals zuvor. Auf 60 Milliarden Euro kletterte das Volumen. Der Zuwachs wurde in Summe ausschließlich am externen Markt erzielt. Getrieben wird das Marktwachstum durch die gute Konjunktur sowie die steigende Nachfrage nach gebündelten Facility Services.
Der Markt für Facility Services befindet sich in einer Konsolidierungsphase: Mit Ausnahme der Sonderkonjunktur durch die Betreuung von Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge in 2015, von der mittelgroße und kleine Anbieter stärker profitierten als die führenden Dienstleister, erwirtschaften die Top 10 (2016: +5,9 Prozent) und die Top 25 (2016: +5,2 Prozent) seit mehreren Jahren höhere Zuwachsraten als die folgenden Unternehmen. Die übrigen Anbieter jenseits der Top 25 generierten einen Umsatzanstieg von 4,8 Prozent. Das sind Ergebnisse der Lünendonk®-Liste und -Studie 2017 „Facility‐Service-Unternehmen in Deutschland“, die das Marktforschungsunternehmen Luenendonk präsentiert.
Personalmangel als Nadelöhr
„Der deutsche Facility-Service-Markt gewinnt an Reife. Es sind erste Anzeichen zu erkennen, dass sich die fragmentierte Marktstruktur hin zu wenigen großen Multidienstleistern sowie auf wenige Leistungen, Branchen und Regionen spezialisierte mittelgroße und kleine Anbieter wandelt“, kommentiert Thomas Ball, Senior Consultant bei Lünendonk und Studienautor. „Größte Herausforderung auf diesem Weg bleibt aber nach wie vor der Personalmangel.
Automatisierung und Digitalisierung werden erst mittelfristig einen spürbaren Effekt auf den Markt haben und dazu beitragen, dass die Folgen des demografischen Wandels weniger gravierend für den Wirtschaftsstandort Deutschland sind.“
Sonderkapitel zu FM-nahen Services
Die aktuelle Lünendonk®-Studie enthält erstmals ein Sonderkapitel zur Bedeutung von FM-nahen Services wie IT-Helpdesks oder innerbetriebliche Logistik. Dieses Dienstleistungsangebot trägt dem zunehmenden Kundenwunsch Rechnung, die Anzahl der Dienstleister und Lieferanten zu reduzieren. Der Markt sieht hierin ein klares Wachstumsfeld, das oft von Auftraggebern in Eigenleistung erbracht oder an kleine Einzelgewerkeanbieter vergeben wird.
Kein Studienteilnehmer erwartet, dass die Nachfrage nach FM-nahen Services in den kommenden Jahren sinken wird. Besonders die Top 10 sehen in einem erweiterten Leistungsangebot jenseits der klassischen Gebäudedienstleistungen Potenzial, um ihren Kunden als umfassender Service-Partner zur Seite zu stehen.
Das Ranking der größten Facility Service Unternehmen in Deutschland führt Apleona (ehemals Bilfinger) knapp vor Spie an, die durch mehrere Zukäufe ihren Umsatz verdoppeln konnte. Auf den Plätzen folgen Wisag, Strabag PFS und Dussmann.
aktualisiert: 07/2017
