Zwei Flaggen mit Vonovia Schriftzug vor der Vonovia Unternehmenszentrale. Quelle: Vonovia
Vonovia räumt bei der geplanten Übernahme der Deutschen Wohnen alle Risiken aus. Quelle: Vonovia

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14. September 2021 | Teilen auf:

Deutsche Wohnen: Vonovia sichert Transaktion

Vonovia verzichtet beim freiwilligen öffentlichen Übernahmeangebot für die Aktien der Deutsche Wohnen auf alle Angebotsbedingungen. Dies erfolgt im Einklang mit der am 23. August 2021 veröffentlichten Angebotsunterlage und in Absprache mit der Deutsche Wohnen.

Damit entfällt auch die Mindestannahmeschwelle. Somit räumt Vonovia alle Risiken aus und sichert das Gelingen der Transaktion im Interesse der Stakeholder beider Unternehmen. Die Zusagen an das Land Berlin sind weiterhin gültig. Zentrale Bestandteile der Vereinbarung "Zukunfts- und Sozialpakt Wohnen" sind die Begrenzung der regulären Mieterhöhungen im Berliner Bestand bis 2026, der Bau 13.000 neuer Wohnungen - insbesondere für junge Familien - und das Angebot, eine signifikante Anzahl von Bestandswohnungen an das Land Berlin zu verkaufen.

Vonovia wird die gesetzlich vorgesehenen Veröffentlichungen über die Änderung des Angebots im Bundesanzeiger und auf der Internetseite https://de.vonovia-st.de/ zeitnah vornehmen. Erst mit beiden Veröffentlichungen wird die Änderung des Angebots wirksam.

Das Angebot steht dann unter keiner weiteren Vollzugsbedingung; die Annahmefrist verlängert sich um zwei Wochen und endet mit dem 4. Oktober 2021, 24:00 Uhr. Alle Aktionäre der Deutsche Wohnen, die ihre Aktien bis zu diesem Zeitpunkt andienen, werden wenige Tage später und spätestens am 14. Oktober 2021 53 Euro je angedienter Aktie erhalten. Die weitere Annahmefrist beginnt voraussichtlich am 8. Oktober und endet voraussichtlich am 21. Oktober 2021, 24:00 Uhr.

Sowohl die Umsetzung des Business Combination Agreement zwischen Vonovia und Deutsche Wohnen als auch die Realisierung der angekündigten Synergien in Höhe von 105 Millionen Euro pro Jahr sind weitestgehend unabhängig von der finalen Annahmequote des Angebots. Vonovia ist zuversichtlich, diese Synergien nach Abschluss der Transaktion gemäß dem Business Combination Agreement unter anderem über entsprechende gegenseitige Dienstleistungsverträge heben zu können. Dabei sind mögliche Kosteneinsparungen aus der gemeinsamen Finanzierung nicht eingerechnet.

Vonovia hält derzeit knapp 30 Prozent am Grundkapital der Deutsche Wohnen. Ferner hat Vonovia Verträge mit Investoren über den Erwerb von rund sechs Prozent der ausstehenden Aktien geschlossen. Zusammen mit den bereits in das Übernahmeangebot eingereichten ca. vier Prozent der ausstehenden Aktien (Stand 13. September 2021, 18:00 CEST), hat sich Vonovia damit bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehr als 40 Prozent der Aktien der Deutsche Wohnen gesichert. Dies berücksichtigt noch nicht die bis zu vier Prozent der Aktien (nach Effekten aus der Verwässerung), die Vonovia nach Abschluss der Übernahme erwerben kann.