Der Wohnungskonzern hat Bilanz gezogen für das Jahr 2018. Neubau- und Sanierungsinvestitionen wurden erhöht. Kritiker der Deutsche Wohnen dürfte das kaum zufriedenstellen.
Die Deutsche Wohnen SE hat heute ihre Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Das Ergebnis kletterte um 5,6 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro, der FFO I um zehn Prozent und der EPRA NAV pro Aktie um 18 Prozent. Gleichzeitig stiegen die Bestandsmieten um 1,4 Prozent, die durchschnittliche Vertragsmiete betrug zum Jahresende 6,62 Euro pro Quadratmeter. Der Durchschnitt in Berlin liegt mit 6,71 Euro darüber.
Die Investitionen in Instandhaltung und Sanierung fährt das Aktienunternehmen nach oben: 416 Millionen Euro (plus 25 Prozent) investierte die Deutsche Wohnen im Jahr 2018 in entsprechende Maßnahmen. Knapp ein Drittel der Kosten bildet laut Unternehmensangaben die Basis für die Modernisierungsumlage.
Bei einem Wohnungsbestand von 164.265 Einheiten entspricht das Investitionen von rund 2.530 Euro je Wohnung (zum Vergleich: Vonovia 2.878 Euro). In Berlin steht die Deutsche Wohnen im Zuge der Enteignungsdebatte stark in der Kritik. Dem Unternehmen wird unter anderem mangelnde Instandhaltung vorgeworfen.
Die Investitionen in Neubau wurden von 8,2 Millionen Euro auf 23,6 Millionen Euro gesteigert, wesentlich für Pflegeeinrichtungen. Der Anteil des Segments Pflege und Betreutes Wohnen am EBITDA des Konzerns liegt nun bei rund zwölf Prozent. Mittelfristig soll er auf rund 15 Prozent anwachsen. Bis 2022 will die Deutsche Wohnen insgesamt rund 2.500 Wohnungen neu bauen.