Die Immobilienkonjunktur in Deutschland setzt, nach der Aufhellung im ersten Quartal, die seit August letzten Jahres rückläufige Tendenz fort.
Die Immobilienkonjunktur in Deutschland setzt, nach der Aufhellung im ersten Quartal 2019, die seit August letzten Jahres rückläufige Tendenz fort. Der Deutsche Hypo Real Estate Economy Index (REECOX) steht zum Ende des zweiten Quartals bei 296,6 Punkten. Das sind 2,2 Prozent weniger als im ersten Quartal. Auch in den anderen betrachteten europäischen Märkten, mit Ausnahme von Frankreich, ging die Immobilienkonjunktur leicht zurück. Der Deutsche Hypo Euro-Score, der alle sechs Immobilienkonjunktur-Werte zusammenfasst, fiel um 1,8 Prozent auf 232,7 Punkte.
Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo: „Es zeichnet sich immer mehr ab, dass die zunehmenden Handelskonflikte und die schwächelnde Weltwirtschaft die Stimmung allerorten belasten. Durch die Abhängigkeit der Immobilienwirtschaft von der konjunkturellen Entwicklung sind die Auswirkungen inzwischen auch in unserer Branche spürbar. Wie nachhaltig die aktuelle Entwicklung ist, wird der weitere Jahresverlauf zeigen.“
Der REECOX stellt vierteljährlich die Immobilienkonjunktur-Entwicklung von Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Polen, Spanien und den Niederlanden vor. Die Berechnung erfolgt für jedes der sechs Länder über fünf Eingangsvariablen. In Deutschland sind dies der Dax, der Dimax, der Economic Sentiment Indicator der Europäischen Kommission für Deutschland, der Basiszinssatz nach Paragraph 247 BGB und der Zinssatz für zehnjährige Bundesanleihen. Die aktuellen Einbußen der deutschen Immobilienkonjunktur sind von einer gegensätzlichen Entwicklung von DAX und DIMAX geprägt. Der DAX steht mit einem Zuwachs von 7,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal nun oberhalb von 12.000 Punkten. Der DIMAX hingegen gab im Vergleich zum ersten Quartal um 8,9 Prozent nach. Das Geschäftsklima des Economic Sentiment Indicator (ESI) setzte mit einer Abnahme von 3,8 Prozent seine rückläufige Entwicklung fort.