Die deutsche Immobilienkonjunktur hebt sich im europäischen Vergleich positiv ab. Der aktuelle Euro-Score beträgt 245.4 Punkte.
Nachdem sich die europäische Immobilienkonjunktur (REECOX Euro-Score) seit Mitte 2016 durchgehend positiv entwickelt hatte, zeigte sich im ersten Quartal 2018 erstmals eine rückläufige Tendenz. Doch schon das zweite Quartal widersprach der Vermutung einer allgemeinen Trendwende auf den europäischen Immobilienmärkten. Auch im dritten Quartal war keine eindeutige Tendenz erkennbar. Zwar entwickelte sich der Euro-Score de facto negativ, das geringfügige Minus um 0,5 Prozent stellt jedoch eher eine Stagnation als eine Abwärtsentwicklung dar. Gleichwohl variierte die Entwicklung innerhalb des Quartals: Während die Monate Juli (+0,5 Prozent) und August (+0,5 Prozent) positiv verliefen, zeigte der September im Vergleich zum Vormonat mit einem Rückgang um 1 Prozent eine vergleichsweise negative Tendenz. Derzeit liegt der Euro-Score des REECOX bei 245,4 Punkten. Angesichts der ambivalenten Entwicklung des ersten Halbjahres bleibt weiterhin abzuwarten, welche Richtung der REECOX Euro-Score zukünftig einschlägt. Auch wenn sich negative Vorzeichen häufen, ist ein eindeutiger Trend nicht festzustellen. Nach wie vor bewegt sich die europäische Immobilienkonjunktur auf einem historisch sehr hohen Niveau.
Die Immobilienkonjunktur der im Rahmen des REECOX betrachteten Länder entwickelte sich gegenüber dem zweiten Quartal – mit Ausnahme von Deutschland – de facto negativ, wenngleich die Entwicklungen in einigen Ländern eher einer Stagnation gleichkamen. In Spanien fiel der Rückgang mit einem Rückgang um 3,8 Prozent allerdings vergleichsweise deutlich aus. Im Monat September zeigte sich im Vergleich zum Vormonat in allen betrachteten Ländern jedoch eine leichte Eintrübung der Immobilienkonjunktur.
Deutsche Immobilienkonjunktur hebt sich positiv ab
Im dritten Quartal hat sich die deutsche Immobilienkonjunktur leicht positiv entwickelt und liegt nun bei 312,8 Punkten. Das entspricht einer Steigerung um 0,7 Prozent im Vergleich zum zweiten Quartal. Während in sämtlichen untersuchten Ländern des REECOX (leicht) negative Tendenzen erkennbar waren, verlief die deutsche Immobilienkonjunktur im Vergleich zum Vorquartal somit als einzige positiv.
Dieser positive Trend resultiert vornehmlich aus dem steigenden DIMAX, der im Vergleich zum Vorquartal um 3,6 Prozent auf nun 841,44 Punkte zulegen konnte. Im September ging der DIMAX – nach den deutlich positiv geprägten Monaten Juli und August – im Vergleich zum Vormonat um 3,7 Prozent zurück.
Insgesamt stabil entwickelte sich der Dax. Während die Monate Juli und August von gegenläufigen Entwicklungen geprägt waren, verzeichnete der September im Vergleich zum Vormonat einen moderaten Rückgang um 0,9 Prozent. Am letzten Handelstag im September lag der deutsche Aktienleitindex bei 12.226,7 Punkten, was im Vergleich zum Vorquartal einem leichten Rückgang um 0,6 Prozent entspricht.
Nach der insgesamt rückläufigen Entwicklung des Economic Sentiment Indicator (ESI) im ersten Halbjahr konnte dieser im dritten Quartal wieder leicht zulegen und stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent auf 112,5 Punkte.