Die europäische Immobilienkonjunktur hat im zweiten Quartal 2018 um zwei Prozent angezogen. Der aktuelle Euro-Score beträgt 246,5 Punkte.
Europabericht: Euro-Score legt im zweiten Quartal wieder zu
Die europäische Immobilienkonjunktur hat seit Mitte 2016 eine rasant positive Entwicklung genommen. Im ersten Quartal 2018 stellte sich seit langem eine erste rückläufige Tendenz ein, die sich im zweiten Quartal allerdings nicht fortgesetzt hat. Im April gab es nach der Delle aus den Vormonaten eine deutliche Erholung und der weitere Verlauf des Quartals verlief tendenziell positiv. Derzeit liegt der Euro-Score des Reecox bei 246,5 Punkten, im Vergleich zum ersten Quartal entspricht dies einem Wachstum um zwei Prozent beziehungsweise 4,9 Punkte. Es bleibt abzuwarten, in welche Richtung sich der Euro-Score weiter entwickelt, ein klarer Trend ist derzeit nicht zu erkennen. Festzustellen ist aber, dass sich die Immobilienkonjunktur nach wie vor auf einem der höchsten Stände aller Zeiten positioniert.
Mit Ausnahme der Niederlande verlief die Entwicklung in allen untersuchten Ländern auf Quartalsebene positiv. Dabei ragt der deutliche Anstieg der Immobilienkonjunktur in Großbritannien um 3,4 Prozent heraus, die durch ihre Größe und die entsprechende Gewichtung einen großen Einfluss auf die Berechnung des Euro-Scores hat. Die Entwicklung der Immobilienkonjunktur im zweitgrößten europäischen Markt Deutschland verläuft ebenfalls positiv. Fiel der Rückgang hier Anfang des Jahres besonders stark aus, liegt der Wert mit 310,7 im zweiten Quartal wieder 1,7 Prozent über dem Vorquartal und somit über dem Stand von September 2017.
Betrachtet man die Monatsentwicklung zeigt sich jedoch ein anderes Bild als im Quartalsvergleich: Im Vergleich zum Mai ist bei den betrachteten Ländern im Juni eher eine Stagnation, teils auch eine leichte Eintrübung, zu erkennen. Eine Ausnahme bildet hier Spanien, wo sich die Konjunktur nach einem schwachen Mai wieder erholt hat und um 1,8 Prozent gewachsen ist.
Deutschlandbericht: Immobilienkonjunktur nimmt wieder Fahrt auf
Die Immobilienkonjunktur in Deutschland schließt das zweite Quartal 2018 mit 310,7 Punkten ab. Dies entspricht einer Steigerung um 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorquartal, in dem der Wert noch bei 305,5 lag. Insbesondere der April zeigte einen deutlichen Anstieg um 1,4 Prozent, im Mai lag die Steigerung noch bei 0,4 Prozent und im Juni gab es einen leichten Rückgang um 0,2 Prozent.
Treiber der insgesamt positiven Entwicklung, die sich zum Ende des Quartals leicht abgeschwächt hat, sind hauptsächlich die Erholung des DAX und der weiterhin steigende Dimax. Auf Quartalsebene legte der Dax um 1,9 Prozent zu. Am letzten Handelstag im Juni lag der Schlusskurs des deutschen Aktienleitindex bei 12.325,1 Punkten, was im Vergleich zum Vormonatsschlusskurs allerdings einer Abnahme von 2,7 Prozent entspricht. Der DIMAX zeigte in jedem Monat des zweiten Quartals eine positive Entwicklung, zuletzt im Juni um 1,6 Prozent auf 811,8 Punkte. Im Vergleich zum vergangenen Quartal gab es dadurch eine kräftige Steigerung um 5,5 Prozent. Rückenwind erhielt die Immobilienkonjunktur auch durch den im Vergleich zum Vorquartal leicht gesunkenen Zinssatz der zehnjährigen Staatsanleihe. Nach der insgesamt rückläufigen Entwicklung des Economic Sentiment Indicator (ESI) zum Jahresbeginn konnte dieser in den ersten beiden Monaten des zweiten Quartals zulegen, ging jedoch im Juni wieder um 0,7 Prozent zurück. Insgesamt zeigt sich beim ESI somit im Vergleich zum ersten Quartal ein minimaler Rückgang um 0,1 Prozent auf nunmehr 111,9 Punkte.