Porträt Peter Kleinhütten
Peter Kleinhütten, Leiter Deutsche Hypo – Nord/LB Real Estate Finance Düsseldorf (Quelle: Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance)

Standorte & Märkte 2026-05-13T10:12:28.521Z Deutsche Hypo: Immobilienklima sinkt weiter

Das Deutsche Hypo Immobilienklima fällt im Mai auf 83,8 Punkte. Besonders Logistik- und Hotelklima geben deutlich nach.

Das Deutsche Hypo Immobilienklima ist im Mai 2026 weiter gesunken. In der 221. Monatsbefragung unter rund 1.000 Immobilienexpertinnen und -experten fiel der Index gegenüber April um 4,7 Prozent auf 83,8 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Rückgang von 13,6 Prozent.

Sowohl das Ertrags- als auch das Investmentklima entwickelten sich negativ. Das Ertragsklima sank um 4,9 Prozent auf 90,6 Punkte, während das Investmentklima um 4,2 Prozent auf 77,2 Punkte zurückging. Gegenüber dem Vorjahr beträgt das Minus beim Investmentklima 17,2 Prozent.

Markt bleibt selektiv und zurückhaltend

Peter Kleinhütten, Leiter Deutsche Hypo Nord/LB Real Estate Finance Düsseldorf, beschreibt den Markt weiterhin als zurückhaltend. „Investitionen sind grundsätzlich weiterhin möglich, kommen jedoch nur vereinzelt zustande.“ Weiter erklärt er: „Der Markt agiert hoch selektiv und abwartend: Kapital steht nicht unter Anlagedruck, Käufer und Verkäufer finden häufig keine gemeinsame Bewertungsbasis, und jede Transaktion muss überzeugen.“

Nach Einschätzung Kleinhüttens verlängern sich dadurch die Prozesse deutlich – von der Prüfung über Preisverhandlungen bis zum Abschluss. „Der Markt funktioniert, aber er skaliert nicht“, so der Immobilienexperte.

Logistik- und Hotelklima mit deutlichen Verlusten

Im Mai verzeichneten alle Teilsegmente Rückgänge. Vergleichsweise stabil entwickelte sich das Büroklima mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 68,8 Punkte.

Deutlichere Rückgänge gab es in anderen Assetklassen: Das Handelsklima fiel um 4,2 Prozent auf 76,1 Punkte, das Wohnklima um 4,7 Prozent auf 128,2 Punkte. Besonders stark gaben das Hotelklima mit minus 8,7 Prozent auf 88,6 Punkte sowie das Logistikklima mit minus 11,9 Prozent auf 91,3 Punkte nach.

„Eine zyklische Erholung ist bislang nicht erkennbar; vielmehr befindet sich der Markt weiterhin in einer zähen Übergangsphase“, sagt Kleinhütten. Gleichzeitig beobachte er eine qualitative Verschiebung bei den wenigen realisierten Abschlüssen. „Die wenigen Transaktionen, die realisiert werden, sind gut vorbereitet, intensiv geprüft und von hoher Substanz.“

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zuletzt editiert am 13. Mai 2026