Die Geschäftszahlen der Deutsche Hypothekenbank zeigen, dass die Bank risikobewusst am Finanzierungsmarkt agiert. Als neuer europäischer Standort kam 2017 Spanien mit eigener Dependance hinzu.
Die Deutsche Hypothekenbank hat im Geschäftsjahr 2017 ihre Marktposition behauptet. Das Ergebnis liegt im Durchschnitt der letzten fünf Jahre und beträgt 62,7 Millionen Euro (Vorjahr: 115 Millionen Euro). Wir konnten uns wieder in allen unseren Zielmärkten gut behaupten“, betonte Sabine Barthauer, Mitglied des Vorstands der Deutschen Hypo, anlässlich der Veröffentlichung des Geschäftsberichts. „Hervorzuheben ist zudem, dass sich die Qualität unseres Finanzierungsportfolios weiter verbessert hat und wir obendrein unsere Vorsorgereserven erneut stärken konnten.“ Zu beachten ist bei den Vorjahresvergleichen, dass die Zahlen vor Jahresfrist insbesondere auf Wertaufholungen bei Forderungen und Wertpapieren der Heta Asset Resolution AG zurückzuführen sind.
Die Bank machte etwas weniger Neugeschäft als noch im Vorjahr, was auf die vergleichsweise konservative Vergabepolitik der Bank in einem aktuell teuren Marktumfeld hindeutet. Inklusive langfristiger Prolongationen belief sich das Neugeschäftsvolumen auf 3.798,3 Millionen Euro (2016: 4.540,7 Millionen Euro). Auf das Inland entfallen neue Finanzierungen über 2.180 Millionen Euro. Aktivste Auslandsmärkte waren Benelux, Großbritannien und Frankreich. Bei den Assetklassen dominierte Einzelhandel mit 1.338,5 Millionen Euro, gefolgt von Büro mit 1.198,8 Millionen Euro. Das Volumen wohnwirtschaftlicher Finanzierungen ging im Vergleich zum Vorjahr auf 554,2 Millionen Euro (2016: 871,3 Millionen Euro) zurück.
Dass die Bank Vorsicht vor Risiko walten lässt, zeigt sich auch daran, dass sie ihre Vorsorgeaufwendungen erhöht hat, obwohl das NPL-Portfolio mit 1,2 Prozent des Gesamtportfolios sehr klein ist. Außerdem interessant: die Deutsche Hypo hat eine neue Dependance in Spanien eröffnet und sieht dort aufgrund der volkswirtschaftlich stabilen Daten gute Geschäftsmöglichkeiten. Damit ist die Deutsche Hypo nun an sechs inländischen und fünf internationalen Standorten vertreten.
Eine Besonderheit im vergangenen Geschäftsjahr war die Emission des ersten Grünen Pfandbriefs der Bank mit einem Volumen von 500 Millionen Euro auf sich. Mit der Benchmark-Emission, die um mehr als das Doppelte überzeichnet war, gewann die Deutsche Hypo zahlreiche neue Investoren hinzu.