Zum Ende des dritten Quartals wird deutlich: Der Investmentmarkt für Immobilien in Deutschland steuert auf das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten zu.
In den ersten drei Quartalen 2019 wurden bundesweit knapp 43,1 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien investiert. Damit liegt das Ergebnis laut BNP Paribas Real Estate noch einmal leicht über dem bereits außergewöhnlichen Vorjahresumsatz. Nur in den ersten drei Quartalen 2007 wurde aufgrund des sehr hohen Portfolioanteils ein höheres Transaktionsvolumen registriert. Rechnet man noch die Investitionen in Wohnimmobilien (ab 30 Einheiten) hinzu, die sich auf knapp 13,6 Milliarden Euro belaufen, ergibt sich ein Gesamtumsatz von fast 56,7 Milliarden Euro.
JLL kommt sogar auf noch ein wenig mehr Umsatz: Ende September beläuft sich das Transaktionsvolumen demnach auf insgesamt 57,3 Milliarden Euro inklusive Living.
Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
- Zweitbestes Ergebnis aller Zeiten (nach 2007)
- Einzeldeals in etwa auf Vorjahresniveau
- Paketverkäufe haben zugelegt (+5 %)
- gestiegenes Interesse an Unternehmensbeteiligungen. Allein auf solche Beteiligungstransaktionen entfielen laut JLL mehr als vier Milliarden Euro und damit etwa ein Viertel des gesamten Transaktionsvolumens in den Monaten Juli bis Ende September.
- Büro-Investments mit 52 % (22,4 Milliarden Euro) klare Nummer eins der Assetklassen
- Berlin wird im laufenden Jahr erstmals mehr als zehn Milliarden Euro Investmentumsatz erzielen.
- Netto-Spitzenrenditen haben in mehreren Standorten weiter nachgegeben.
- Knapp 1.200 erfasste Transaktionen (nur Gewerbe)
- Anteil ausländischer Käufer bei rund 36 %