Banken und Sparkassen haben den Vertrieb von Alternativen Investment Fonds (AIF) wieder spürbar hochgefahren. Es scheint ein Comeback geschlossener Fonds zu geben.
Geschlossene Fonds liefen jahrelang im Vertrieb der Banken und Sparkassen „wie geschnitten Brot". Damit war es dann allerdings vor einigen Jahren vorbei. Nach Recherchen des Finanzmagazins „Das Investment" scheint sich nun ein Comeback der Fonds für vermögende Kunden anzudeuten. Tendenziell sind es wohl vor allen Dingen die größeren Institute, die den Vertrieb wieder aufgenommen haben. Sie bieten ihren Kunden in der Hauptsache AIF mit Immobilien an.
Der Umsatz mit Alternativen Investment Fonds (AIF) ist alleine in den Genossenschaftsbanken im ersten Quartal dieses Jahres um mehr als 50 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum gestiegen. Damit setzt sich eine positive Entwicklung fort, denn bereits im Jahr 2016 wuchs das Verkaufsergebnis um mehr als 40 Prozent im Vergleich zu 2015.
Diesen Trend bestätigen auch die Anbieter geschlossener AIF, die in der Hauptsache mit Sparkassen zusammenarbeiten. Laut dem vollständigen Artikel Sie rechnen mit weiter steigenden Umsätzen, nachdem die Sparkassen im Zuge der Vorschriften unter dem Dach der MIFID-II-Regeln einen IT-gestützten Beratungsprozess entwickelt haben.
Bei den Großbanken ist die Situation differenziert. Während die Hypovereinsbank weiterhin starker Vertriebspartner vor allem der Fonds des Tochterunternehmens WealthCap bleibt, hält sich die Deutsche Bank weitgehend zurück. Die Commerzbank hat das Geschäft mit geschlossenen Sachwertebeteiligungen im Oktober 2016 vollständig eingestellt und plant auch keinen Neustart.
