Ein modernes elektrisches Flugtaxi steht in einem futuristischen Hangar, umgeben von Beleuchtung und einer gewölbten Decke.
Wo wird in Zukunft die urbane Luftmobilität realisiert werden? Nikolas Müller, Leiter des Real Estate Management Institute an der EBS Universität für Wirtschaft und Recht, Co-Founder Livable Places, geht der Frage in seinem Expertenbeitrag nach. (Quelle: Hyundai Motor Group)

2026-06-11T11:38:26.428Z Die Stellplatzverordnung des 21. Jahrhunderts?

Warum Drohnen und Lufttaxis zu einer neuen Infrastrukturfrage der Immobilienwirtschaft werden. Von Nikolas Müller

Die Stellplatzverordnung gehört zu den unscheinbaren, aber wirkungsmächtigen Regeln der Immobilienwirtschaft. Kaum ein Neubauprojekt kommt ohne sie aus. Dabei entstand sie zu einem Zeitpunkt, als das Automobil zwar sichtbar im urbanen Raum war, aber noch längst kein Massenphänomen. Infrastruktur wurde geschaffen, bevor der Markt vollständig entstanden war. Genau an einem ähnlichen Punkt steht die Immobilienwirtschaft heute erneut – diesmal jedoch nicht auf der Straße, sondern in der Luft.

Ein Blick zurück zeigt, wie eng Mobilität und Immobilienmärkte historisch miteinander verwoben sind. Als sich das Automobil im frühen 20. Jahrhundert aus der technischen Nische entwickelte, reagierte der Gesetzgeber früh. 1939 wurde die Reichsgaragenverordnung verabschiedet – mit dem Ziel, öffentliche Verkehrsflächen möglichst vom ruhenden Verkehr freizuhalten. Aus dieser Regelung entwickelte sich später die heutige Stellplatzverordnung. Der entscheidende Punkt liegt weniger in der konkreten Regelung als in ihrem Zeitpunkt. Infrastruktur für eine neue Mobilität entstand, als...

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zuletzt editiert am 11. Juni 2026
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