Das Startup will privaten Immobilienbesitzern ermöglichen, Teile des in einer Immobilie gebundenen Vermögens in andere Anlageformen umzuschichten. Marktstart soll noch dieses Jahr sein.
Die Münchener CV Real Estate hat sich zusammen mit anderen Investoren an der Bambus Immobilien GmbH beteiligt. das Fintech entwickelt eine Lösung, mit der private Immobilienbesitzer Teile des in der Immobilie gebundenen Vermögens in andere Anlageformen umschichten können, ohne dafür die Immobilie selbst verkaufen zu müssen. Der Marktstart von Bambus ist für die zweite Jahreshälfte vorgesehen.
Das Startup wurde 2018 gegründet und hat in der vergangenen Woche das F10-FinTech-Accelerator-Programm in Zürich abgeschlossen, für das es als eines von über 300 Bewerbern ausgewählt wurde. Das Accelerator-Programm wird unter anderem vom Schweizer Börsenbetreiber Six Swiss Exchange, der Privatbank Julius Bär sowie von weiteren renommierten Finanz- und Beratungsunternehmen getragen. Das zweiköpfige Gründer-Team vereint Erfahrung im Investment-Banking sowie im Design und in der Umsetzung digitaler Produkte und Dienstleistungen.
„Bambus hat das Potenzial, ein attraktives Segment am privaten Immobilienmarkt komplett neu zu erschließen. Das und die digitale Kompetenz und Erfahrung der Gründer sowie der Kreis der weiteren namhaften Investoren haben uns überzeugt“, sagt Christian Vogrincic, Gründer und CEO von CV Real Estate. „Die Digitalisierung wird die Art, in Immobilien zu investieren und diese Assets zu verwalten in den kommenden Jahren grundlegend verändern. Wir wollen diese Entwicklung mitgestalten und erhalten über unser Engagement als Investor in diesem Bereich wertvolle Impulse für unser Kerngeschäft“, ergänzt Anatol Obolensky, Vorstand von CV Real Estate.
Die Bambus-Plattform integriert alle erforderlichen Schritte, mit der private Eigentümer das in ihrer Immobilie gebundene Vermögen mobilisieren und stärker diversifizieren können. Integrierte Sicherungsmechanismen wie eine niedrige Beleihungsobergrenze sollen die Chancen und Risiken ausbalancieren. Die Plattform bildet von der automatisierten Wertermittlung über die Beleihung und die Neuinvestition der so generierten Mittel in alternative Anlageformen bis zur Steuerung des breiter aufgestellten Portfolios den gesamten Diversifizierungsprozess ab.
Kern-Zielgruppe für die Anwendung sind die circa vier Millionen Haushalte in Deutschland, die unbelastete Zweitimmobilien besitzen. Sie sollen über die Bambus-Lösung von attraktiveren Konditionen in der Kapitalaufnahme und einer digital optimierten Auswahl der alternativen Anlageformen profitieren.