Cubity-Niederrad
Das studentische Wohnkonzept "Cubity" feierte in Frankfurt-Niederrad Richtfest (Foto: Thomas Ott)

Projekte 2016-07-08T00:00:00Z Cubity: Pop-up-Wohnen für Studenten

Die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt feiert Richtfest für "Cubity" in Frankfurt-Niederrad. Das Projekt bietet Pop-up-Wohnraum für Studenten. In sechs Wochen kann das Gebäude auf- und abgebaut werden.

Ab Oktober 2016 stellt die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt mit dem „Cubity“ in Frankfurt/Main-Niederrad energieeffizienten, gemeinschaftlichen und kostengünstigen Wohnraum für Studierende mit und ohne Fluchthintergrund zur Verfügung. Mit an Bord sind die Partner Deutsche Fertighaus Holding AG, die TU Darmstadt und das Frankfurter Studentenwerk.

Am 5. Juli feierten die Partner Richtfest mit Studierenden und Anwohnern des Quartiers. Doch die Immobilie hat eine "befristete Haltedauer". Für die nächsten drei Jahre stellt die Nassauische Heimstätte das Gelände an der Melibocusstraße 46 zur Verfügung. Binnen sechs Wochen lässt sich das Gebäude aus nachwachsenden Rohstoffen und einer Polycarbonat-Fassade aufbauen. An jedem geeigneten Standort ermöglicht es so ein Wohnen auf Zeit. Bauherr des Cubity ist die Deutsche Fertighaus Holding AG, die den Prototypen bereits vor zwei Jahren als Beitrag der TU Darmstadt beim Solar Decathlon in Versailles errichtet hatte. Entwickelt haben den Cubity Architekturstudenten der TU Darmstadt

Das 250 Quadratmeter große Gebäude ist nach dem Haus-im-Haus-Prinzip konstruiert. In einer großräumigen Halle sind sechs zweigeschossige Wohn-Cubes angeordnet. In jedem Wohnwürfel von acht Quadratmetern befindet sich ein Bett, Tisch, Stuhl, Schrank und zusätzlicher Stauraum sowie ein eigenes Bad. Der großzügige Gemeinschaftsbereich, mit gemeinsamer Küche, dem zentralen Marktplatz, einer Galerie und Terrasse, bietet Raum für das Zusammenleben.

Als Plus-Energie-Haus erzeugt der „Cubity“ mit Hilfe einer Photovoltaikanlage auf dem Dach mehr Energie als er verbrauchen kann. Heizung sowie Kühlung des Wohnhauses werden über eine Luft-Wasser-Wärmepumpe geregelt. Ein Heizwasser-Wärmespeicher regelt die Warmwasserversorgung. Das wirkt sich auch auf die Miete aus: Sie soll etwa 250 Euro warm für einen der Wohnwürfel kosten.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021