So startet zum Beispiel in Paderborn aktuell der Bau von 231 Studentenapartments.
Das baumonitoring.com Netzwerk aus Unternehmen der Immobilienwirtschaft hat bei der Messung der aktuellen Auswirkungen der Coronakrise auf den deutschen Immobilienmarkt eine Stabilisierung der Situation beobachtet. Im Vergleich zur Vorwoche gibt es keine wachsenden Probleme bei Projektentwicklungen, die Engpässe bei Material nahmen sogar leicht ab. 85 Prozent der Teilnehmer berichten, dass sie keine oder nur leichte Einschränkungen bei der Materialversorgung erfahren.
Bei der Personalversorgung sind die Beobachtungen etwas negativer, hier berichten die Experten von einer leichten Verschlechterung der Situation. Dies kann jedoch auch in Zusammenhang mit der ungelösten Arbeitnehmerfreizügigkeit oder der Karwoche stehen. Insgesamt sehen 70 Prozent der Teilnehmer jedoch keine oder nur leichte Einschränkungen beim Personal.
Der Corona-Immobilien-Index notiert aktuell bei 37,6 und damit leicht verbessert zur Vorwoche (Minus 0,05). Der Corona-Immobilien-Index wird auf einer Skala von 36,5 – 41,5 Grad abgebildet. In Bezug auf die menschliche Körpertemperatur gibt der Index die Lage auf dem Immobilienmarkt an. Bei 36,5 Grad gibt es keine Beeinträchtigungen, alles ist in Ordnung. Nehmen die Probleme auf den Baustellen zu, steigt die Temperatur bis hin zum Fieber, maximal 41,5 Grad. Dann geht nichts mehr = kompletter Baustopp. Beteiligen an dem Survey können sich Marktakteure und Experten (Entwickler, Bauunternehmer, Projektmanager/Bauleiter, Banken/Investoren, Branchenteilnehmer), die Anmeldung erfolgt über die Website www.baumonitoring.com. Hier werden auch regelmäßig neue Ergebnisse des Corona-Immobilien-Index veröffentlicht.Für die Erhebung in der Kalenderwoche 15 haben sich mehr als 100 Teilnehmer aus den verschiedenen Immobiliensektoren registriert und Auskunft über rund 170 Projektentwicklungen gegeben.
Ein Beispiel für den fortlaufenden Betrieb auf den Baustellen im Land ist der Start des Baus von 231 neuen Studentenapartments im Technologiepark am Paderborner Südring. Die vier versetzt angeordneten, überwiegend fünfstöckigen Gebäudeteile sind ein Gemeinschaftsprojekt der Moses Mendelssohn Stiftung, des Immobilienentwicklers Nord Project und der Wegener Massivhaus GmbH als zuständigem Generalunternehmer. Die Corona-Krise hat zwar zur Absage der im März geplanten Grundsteinlegung geführt, dennoch ist der Baufortschritt im Zeitplan. Zum einen wegen des Wegener-LEAN-Produktionsprozesses. „Zudem hatten wir schon einen kleinen zeitlichen Puffer eingebaut“, kommentiert Gerrit M. Ernst, Geschäftsführer der Nord Project GBI, die aktuelle Lage.