
2021-08-30T09:30:00Z Corona-Effekt führt zu wohnlicheren Städten
Die Pandemie verändert die Stadtentwicklung. Eine Studie von ULI und IREBS zeigt die sechs wichtigsten Punkte auf. Ein Beitrag von Sabine Georgi und Professor Dr. Tobias Just
Es gibt wenige Ereignisse, die das Leben von (nahezu) allen Menschen auf der Welt beeinflussen. Der Klimawandel ist eine solch sukzessive Veränderung; die Corona-Pandemie 2020/2021 kann ebenfalls hierzu gezählt werden. Und weil drei Viertel der Menschen in Europa in Städten leben, stellt sich zu Recht die Frage, wie die Pandemie das Leben der Menschen in Städten verändern könnte.
Hierzu hat die IREBS im Auftrag des ULI Germany eine Studie erarbeitet, die in Kürze publiziert wird. Die Studie besteht aus drei miteinander verwobenen Teilen: einem in Zusammenarbeit mit den Product Councils des ULI erarbeiteten Fragebogen, der von über 400 Akteuren der Immobilienwirtschaft beantwortet wurde; zehn Fachbeiträgen von Wissenschaftlern unter anderem aus Ökonomie, Stadtplanung, Architektur und Verkehrswirtschaft sowie sieben Interviews mit Praktikern der Immobilienwirtschaft, sodass ein vielschichtiges Bild möglicher Entwicklungen gezeichnet werden kann. Die Analyse kann gleichwohl nur ein Zwischenfazit darstellen. Es umfasst – bei aller gebotenen Vorsicht angesichts der anhaltenden Unsicherheit – sechs Kernthemen.
Erstens wurde deutlich, dass die durch die Pandemie angestoßenen Veränderungsprozesse vor allem...
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