Stavros Efremidis
Stavros Efremidis (Quelle: Martin Peterdamm-Godewind)

Unternehmen & Köpfe

18. November 2022 | Teilen auf:

Corestate - Insolvenz immer wahrscheinlicher

Die Verhandlungen mit den Anleihengläubigern der in Kürze fälligen Anleihe scheinen gescheitert. Unternehmen prüft Insolvenzantragspflicht.

Die Frankfurter Corestate kämpft um ihre Existenz. Offenbar sind die Verhandlungen mit den Anleihengläubigern der Anleihe WKN: A19SPK gescheitert. In der offiziellen Meldung heisst es am Freitagabend:

Aufgrund der heute erhaltenen Informationen über den Stand der Gespräche zwischen Vertretern maßgeblicher Anleihegläubiger und Eigenkapitalinvestoren ist der Vorstand der Corestate Capital Holding S.A. ("CCHSA") heute Abend zu dem Ergebnis gekommen, dass die zwischenzeitlich geführten Sanierungsverhandlungen mit maßgeblichen Anleihegläubigern aus Sicht des Vorstands nicht mehr mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit zu einem erfolgreichen Abschluss zu führen sind. Am 28. November 2022 wird somit voraussichtlich die Wandelschuldverschreibung zur Rückzahlung fällig. Der Vorstand wird aufgrund dieser Sachlage eine Insolvenzantragspflicht der CCHSA prüfen. Ein solcher Insolvenzantrag würde innerhalb der gesetzlichen Monatsfrist gestellt werden.

Erst kürzlich hatte die Corestate dramatische Geschäftszahlen bekannt gegeben. Angesichts der Tatsache, dass wir uns noch am Anfang einer längeren Krise befinden, wird eine Rettung des Unternehmens damit immer unwahrscheinlicher. Unklar ist auch, was mit den zur Unternehmensgruppe gehörenden Unternehmen wie der Hannover Leasing passieren wird.

zuletzt editiert am 18.11.2022