Französischer Immobilienfonds will mindestens 300 Millionen Euro in Vier- und Fünf-Sterne-Anlagen investieren.
Französische Anleger setzen auf Campingplätze. Ein Immobilienfonds von BNP Paribas REIM hat gerade wieder zwei Anlagen aus dem Fünf-Sterne-Segment erworben. Sie liegen in den Départements Charente-Maritime, südlich der Bretagne am Atlantik, und Dordogne. Mit mehr als 600 Stellplätzen gehören sie zu den Großanlagen. Darüber hinaus verfügen sie über Badelandschaften, Restaurants, Sportplätze und Reitanlagen. Sie werden in den Fonds Plein Air Property Fund 1 eingebracht.
Dieser Fonds besitzt bereits 14 Campingplätze an der Mittelmeer- und Atlantikküste sowie an touristischen Zielen im Binnenland. Von der Auflage des Fonds im Jahr 2017 bis Dezember 2019 brachten Anleger bereits 180 Millionen Euro ein. Bis 2022 soll das Investitionsvolumen auf mindestens 300 Millionen Euro anwachsen. Um eine Orientierung über die aufgerufenen Preise zu geben: Der Kaufpreis eines Portfolios mit vier Anlagen, das im Jahr 2018 erworben wurde, wurde damals mit 35 Millionen Euro angegeben.
Campingplätze spielen in der französischen Touristik traditionell eine große Rolle. Gründe dafür sind nicht nur die langen Küsten des Landes, sondern auch, dass die Franzosen immer schon mehr als die Deutschen ihren Urlaub im eigenen Land verbrachten. Nach den Zahlen von Eurostat gab es im Jahr 2018 rund 28.500 Campingplätze in Europa. 27 Prozent davon liegen in Frankreich, 16 Prozent in Großbritannien, zehn Prozent in Deutschland, neun Prozent in den Niederlanden und acht Prozent in Italien.
