Vier graue Bürohäuser mit ein Bahnlinie davo
In München gingen die Spitzen-Büromieten im ersten Quartal 2024 besonders stark nach oben. Im Bild: Das Google-Entwicklungszentrum im Arnulfpark. (Quelle: Oliver Heissner www.oliverheissner.com/ CA Immo)

Standorte & Märkte 2024-04-08T12:30:59.254Z Büronachfrage verändert sich

Deutschlands größte Büromärkte können ihren Neuvermietungsumsatz kaum steigern, aber die Mieten in Top-Lagen steigen.

Der Flächenumsatz in Deutschlands fünf größten Büromärkten lag im ersten Quartal 2024 minimal unter dem des ersten Quartals im Jahr 2023. Gleichzeitig verlängerten mehr Bestandsmieter ihre Verträge. In Zahlen ausgedrückt: 525.800 Quadratmeter wurden neu vermietet, ein Rückgang um 0,6 Prozent. Die Vertragsverlängerungen betrafen 134.500 Quadratmetern, was um 37 Prozent über dem Fünf-Jahres-Durchschnitt lag. Diese Werte stammen von CBRE.

 „Der Bürovermietungsmarkt läuft aktuell auf einem deutlich reduzierten Niveau, was angesichts des konjunkturellen Umfeldes nicht überraschen sollte. Dass auch die Mietvertragsverlängerungen in Bestandsgebäuden weiter zunehmen, ist ein Kennzeichen für die derzeitigen vorsichtigeren Entscheidungen der Immobiliennutzer. Gleichzeitig stellen wir zum Jahresbeginn wieder eine steigende Zahl von Großabschlüssen fest und eine ungebrochen hohe Nachfrage nach erstklassigen Büros in den zentralen Lagen. Mit dem noch immer überschaubaren Leerstand in den Innenstadtlagen und den positiven Entwicklungen beim Mietniveau ist die Situation damit nicht mit der Zeit der Finanzkrise vergleichbar“, sagt Carsten Ape, Head of Office bei CBRE in Deutschland.

Mieten stiegen an

Die nachhaltig erzielbaren Spitzenmieten legten in allen Standorten im Vorjahresvergleich zu. Angeführt von München (plus 14 Prozent auf 52,00 Euro pro Quadratmeter und Monat), Düsseldorf (plus elf Prozent auf 42,00 Euro), Frankfurt (plus vier Prozent auf 48,00 Euro), Hamburg (plus ein Prozent auf 35,00 Euro) und Berlin (plus ein Prozent auf 44,00 Euro). Die gewichtete Durchschnittsmiete in den CBD-Lagen der Top-Fünf liegt zum Ende des ersten Quartals bei rund 33,00 Euro, ein leichtes Plus von vier Prozent zum Vorjahr. Gegenüber dem Durchschnitt der Peripherie-Teilmärkte (rund 16,00 Euro) liegt das inhärente Lage-Premium damit bei über 100 Prozent.

Neubau geht zurück

Im ersten Quartal wurden 270.000 Quadratmeter neue Büroflächen fertiggestellt, ein Minus von elf Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2023. Aktuell sind bis Ende 2026 in den Top-Fünf-Städten insgesamt noch 4,1 Millionen Quadratmeter Büroflächen in Bau oder Planung, wovon 2,5 Millionen Quadratmeter (also 60 Prozent) unvermietet sind. Im Vorjahr betrug das Gesamtvolumen für die nächsten drei Jahre noch 5,5 Millionen Quadratmeter (davon unvermietet 3,2 Millionen Quadratmeter). Die Vorvermietungsquote der aktuellen Pipeline bis 2026 stellt sich mit 59 Prozent für 2024, 44 Prozent für 2025 und 23 Prozent bis 2026 relativ gesund dar, heißt es bei CBRE.

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zuletzt editiert am 08. April 2024
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