
2026-07-02T11:34:34.509Z Büros zu „Lab Light“ umbauen
Der Bedarf an zeitgemäßen Laborflächen steigt. Die Nutzungsart hat ihre Besonderheiten.
„Wie sieht das Labor der Zukunft aus?“ Diese Frage stellte das Beratungsunternehmen Aconsea rund 4.100 Wissenschaftlern und anderen Labornutzerinnen. An der Studie waren auch das Fraunhofer IAO und IPN Laborprojekt beteiligt. Über die Nachfrage und Konversionen sprach immobilienmanager mit Rüdiger Schneider, geschäftsführender Gesellschafter von Aconsea, und Susanne Pohl, geschäftsführende Gesellschafterin von IPN Laborprojekt.
Gebäude mit Laboren gelten oft als schwierig, Stichwort Drittverwendungsfähigkeit. Was macht sie aus Ihrer Sicht trotzdem immobilienwirtschaftlich interessant?
Rüdiger Schneider: Laborgebäude sind zunächst einmal anspruchsvoller: Die Anforderungen an Infrastruktur, Technikflächen, Schächte, Lüftung und Medienversorgung sind deutlich höher als beim Büro. Aber: Jedes gut geplante Laborgebäude eignet sich immer auch als Bürogebäude. Man kann es relativ einfach „runterfahren“ und in eine Büronutzung oder andere Nutzungen überführen.
Wie sieht es umgekehrt aus: Büro in Labor umwandeln?
Rüdiger Schneider: Umgekehrt ist es viel schwieriger – aus einem sehr spezifisch zugeschnittenen Bürogebäude ein leistungsfähiges Labor zu machen, scheitert häufig an Raumhöhen, Schächten und Traglasten. Dazu kommen laborspezifische Themen wie Erschütterungssensibilität: Wenn draußen der Lkw vorbeifährt und das Experiment durch den Schwingungseintrag gestört wird, ist das ein echtes Problem für die jeweilige Forschungseinheit. Auch das muss baulich mitgedacht werden.
Die Zahl der leerstehenden Büros steigt. Welche Nische sehen Sie trotz all der genannten Schwierigkeiten?
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