Der Büroflächenumsatz in den deutschen Top-7-Standorten lag in den ersten drei Quartalen mit 2,9 Millionen Quadratmetern bereits um neun Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.
In den deutschen Top-7-Standorten bahnt sich ein neues Rekordjahr am Markt für Bürovermietung an. Die Experten von German Property Partners (GPP) gehen für das Gesamtjahr 2017 von einem Vermietungsvolumen in Höhe von rund 3,8 Millionen Quadratmetern aus. In den ersten drei Quartalen lag der Büroflächenumsatz mit 2,9 Millionen Quadratmeter bereits um neun Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Mit Ausnahme von Köln und Stuttgart legte das Vermietungsvolumen an allen Standorten deutlich zu. Die Leerstandsquote ging gegenüber dem Vorjahr überall zurück und lag zum Ende des dritten Quartals über alle Top-7-Standorte betrachtet bei nur noch 4,4 Prozent. Das Angebot an verfügbaren Büroflächen an den Top-7-Standorten lag um mehr als ein Fünftel niedriger als noch zwölf Monate zuvor.
Als Konsequenz aus der Entwicklung von Angebot und Nachfrage hat das Mietniveau weiter zugelegt. Besonders dynamisch war das Wachstum im Berliner Markt, wo die durchschnittliche Quadratmetermiete mit monatlich 18,20 Euro pro Quadratmeter (+ 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr) immer näher an das Niveau des Frankfurter Marktes (monatlich 18,90 Euro pro Quadratmeter) heranrückt. Auch bei der Entwicklung der Spitzenmiete liegt die Hauptstadt mit einem Plus von zwölf Prozent auf nunmehr monatlich 29 Euro pro Quadratmeter vorn, während die Spitzenmiete an den anderen Top-7-Standorten nur vergleichsweise leicht stieg, in Düsseldorf und Köln unverändert blieb beziehungsweise in München leicht rückläufig war.
In Düsseldorf liegt der Büroflächenumsatz nach drei Quartalen mit 288.800 Quadratmetern um satte 29 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Auch in Frankfurt legte der Vermietungsumsatz mit Büroflächen besonders kräftig zu; gegenüber dem Vorjahreszeitraum schlug zum Ende des dritten Quartals ein Plus von 21 Prozent auf 439.300 Quadratmeter zu Buche.Auch Hamburg meldet einen Rekordumsatz im Büroflächensegment. Mit den ermittelten 465.000 Quadratmeter für die ersten drei Quartale 2017 ist das Ergebnis um zwölf Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres auf das beste Ergebnis seit Beginn der Erfassung des Flächenumsatzes gestiegen. Der Bürovermietungsmarkt in München verzeichnete mit einem Vermietungsvolumen von 602.000 Quadratmeter ein Plus von neun Prozent über dem Wert aus demselben Zeitraum des Vorjahres. In Stuttgart sanken die Vermietungsumsätze um 15 Prozent aus 224.000 Quadratmeter und auch in Köln gab es einen Rückgang des Büroflächenumsatzes um 16 Prozent auf 260.000 Quadratmeter .
Die Entwicklung der Büromieten ist die logische Konsequenz aus der an allen Top-7-Standorten vorherrschenden Angebotsknappheit. Auch in dieser Hinsicht lag Berlin mit einem Wachstum der Durchschnittsmiete um 17 Prozent auf monatlich 18,20 Euro pro Quadratmeter sowie der Spitzenmiete um zwölf Prozent auf monatlich 29 Euro pro Quadratmeter vorn.
In Hamburg und München veränderten sich die Durchschnittsmieten im Bürosegment mit einem Plus von ein Prozent beziehungsweise drei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur geringfügig, während sie in Düsseldorf (+ neun Prozent), Frankfurt (+ sieben Prozent) und Stuttgart (+ fünf Prozent) stärker stiegen.
Bei einem Büroflächenbestand von 90,54 Millionen Quadratmeter am Ende des dritten Quartals lag die Angebotsreserve der Top-7-Standorte bei nur noch 4 Millionen Quadratmeter. Gegenüber dem Vergleichszeitraum sank sie nochmals von 5,6 auf nun 4,4 Prozent. In Berlin war die Angebotsverknappung mit einer Leerstandsreduktion um 38 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum besonders stark ausgeprägt. Auch in Stuttgart, München, Köln und Frankfurt lag der Leerstand bei Büroflächen im dritten Quartal 2017 um jeweils mehr als ein Fünftel niedriger als zwölf Monate zuvor. Moderater, aber ebenfalls deutlich, fiel der Rückgang in Düsseldorf (elf Prozent) und Hamburg (acht Prozent) aus.