Der Immobilienindex "pbbIX" ist im zweiten Quartal 2020 deutlich gesunken. Nach dem zweiten Rückgang in Folge liegt der Index nun nah an der Nulllinie und der deutsche Büroimmobilienmarkt damit an der Grenze zwischen Wachstum und Schrumpfung.
Der Immobilienindex pbbIX, der die Entwicklung der sieben größten deutschen Büromärkte misst, ist im zweiten Quartal 2020 von 0,50 auf 0,09 Indexpunkte gesunken.
In Folge des wirtschaftlichen Abschwungs in Deutschland bewegten sich der Flächen- und Investmentmarkt zwar zwischen Stagnation und Rezession, sind aber nicht eingebrochen. Auf dem Flächenmarkt gaben die Neuvermietungen im zweiten Quartal mangels Nachfrage kräftig nach. Dem standen aber auf der Angebotsseite niedrige Leerstände und eine relativ verhaltene Bautätigkeit gegenüber, sodass die Mieten stabil waren. Investitionen in Büroimmobilien haben gemessen am Mittelaufkommen im zweiten Quartal weiter nachgegeben, sind ist aber nicht ins Bodenlose gefallen. Dazu dürften stabile Mieten sowie sehr niedrige Zinsen beigetragen haben, die für eine positive Performance sorgten.
Trotz einer leichten wirtschaftlichen Erholung am Anfang des Sommerquartals bleibt eine kurzfristige Erholung des Büroimmobilienmarktes fraglich. Die zuletzt wieder steigenden Infektionszahlen bei Covid-19 sorgen für zusätzliche Unsicherheit.
Der pbbIX weist auch für alle Einzelmärkte im zweiten Quartal eine schwächere Entwicklung aus. Aktuell am besten stehen Berlin und München da mit Indexständen von 0,26 beziehungsweise 0,13 Punkten, während die Büromarktkonjunktur für Köln bereits leicht in der Rezession steckt mit einem Indexstand von -0,05 Punkten.
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