Luftaufnahme von München mit einem Baukran im Vordergrund, der über den Dächern der Stadt ragt.
Blick auf die Baustelle von The Stack in München (Mitte, vorne) Ende 2025. Dort läuft der Anschluss an Fernwärme und -kälte. (Quelle: AXA IM Alts / Accumulata)

2026-06-03T11:24:56.956Z Bremse für den Fernwärmeausbau droht

Deutschlands Großstädte sind gut vorangekommen mit ihrer Wärmeplanung. Das zeigen Beispiele aus Nürnberg und München. Doch das GMG könnte kontraproduktiv wirken. Von Roswitha Loibl

War´s das jetzt mit dem Fernwärmeausbau? Wenn das Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) tatsächlich so erlassen wird, wie der im Februar vorgelegte Entwurf vorsieht, dann fällt ein wichtiges Argument weg, mit dem Immobilieneigentümer zum Anschluss an das Netz bewegt wurden. Knackpunkt ist die Vorschrift, dass neu installierte Heizungen 65 Prozent ihrer Energie aus regenerativen Quellen beziehen müssen. Wer sich für Fernwärme entschied, hatte zehn Jahre Zeit, um dann tatsächlich umzusteigen.

Diese Vorschrift dürfte nun wohl fallen. Dr. Jan Steinbach, Geschäftsführer des Instituts für Ressourceneffizienz und Energiestrategien (Irees), befürchtet: „Die Relevanz eines Wärmeplans in der Wahrnehmung wird abnehmen. Die Gefahr ist groß, dass...

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zuletzt editiert am 03. Juni 2026
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