Nach dem Umzug der Versicherung nach Köln soll 2019 mit der Umnutzung des Areals zu einem Wohn- und Gewerbequartier begonnen werden.
Unter fünf Konzepten hat sich das Architekturbüro Astoc aus Köln mit seinem Entwurf beim städtebaulichen Qualifizierungsverfahren für das Bonner Zurich Areal durchgesetzt. Der Entwurf sieht eine Mischbebauung aus Wohn- und Gewerbeflächen vor, die sich nahtlos in die umliegende architektonische Struktur einfügen soll. "Entscheidend war für die Jury der klare, robuste Städtebau mit einem Quartiersplatz im Karree, die großen Gärten zur gründerzeitlichen Nachbarschaft und die Maßstäblichkeit der Bebauung zur Poppelsdorfer Allee", so der Architekt und Vorsitzende der Jury, Ferdinand Heide.
Das denkmalgeschützte "Schlösschen" sowie das neoklassizistische "Deutscher Herold"-Gebäude aus dem Jahr 1949 bleiben erhalten und werden in die Neubebauung integriert. Das Hotel "Bristol" bleibt bis auf weiteres unberührt. Die prämierte Arbeit ermöglicht eine Nachnutzung des Standortes für Wohnflächen.
Die Zurich Gruppe Deutschland, die ihre selbstgenutzten Gebäude mit Blick auf den für Ende 2019 vorgesehenen Umzug an Corpus Sireo verkauft hat, hatte bereits 2015 den städtebaulichen Wettbewerb für den Gebäudekomplex an der Poppelsdorfer Allee in Bonn angestoßen.
Auszug von Zurich 2019
Zurich verlässt den Standort 2019 und zieht mit ihrer Rheinland-Zentrale in die Messecity Köln. Der Konzern unterzeichnete dort kürzlich einen Mietvertrag über rund 60.000 Quadratmeter für die Flächen in der Projektentwicklung von Strabag Real Estate (SRE) und ECE Projektmanagement.
In dem Auswahlverfahren für das rund 23.000 Quadratmeter große, vollständig bebaute Areal in Bonn wurden die Arbeiten der Architekturbüros Konrath und Wennemar aus Düsseldorf und Özen-Reimer+Partner aus Bonn mit den weiteren Plätzen gewürdigt.
