News 2018-12-17T00:00:00Z Blackprint Booster wird zum europäischen Proptech Hub ausgebaut

Der Accelerator will mit einem breiteren Netzwerk künftig verstärkt europäische Proptechs fördern.

Der Accelerator Blackprint Proptech Booster wird zum europäischen Proptech Hub ausgebaut. Ziel ist es, mit einem noch breiteren Netzwerk an Industriepartnern und Kapitalgebern künftig verstärkt auch Proptechs aus dem europäischen Ausland zu fördern und im Rahmen von Pilotprojekten weiterzuentwickeln. Anlässlich des Demo Days zum Abschluss der dritten Programmrunde stellte Booster-Geschäftsführer Alexander Ubach-Utermöhl das Konzept vor Corporates, Business Angels und Venture-Capital-Investoren im Frankfurter TechQuartier vor.

„Wir wollen die Transformation der Immobilienwirtschaft gemeinsam mit unseren Partnern aktiv mitgestalten und werden unseren Fokus deshalb nun noch ausweiten. Wir beobachten in ganz Europa viele spannende Ansätze, die die Branche effizienter gestalten möchten. Der deutsche Markt ist groß genug, um entsprechend zukunftsfähige Geschäftsmodelle zu skalieren“, so Alexander Ubach-Utermöhl. Ziel ist es, den Blackprint Booster zum führenden Hub für europäische Startups und Scaleups zu etablieren und Gründerteams auf Basis dieser Plattform die Möglichkeit zu geben, erfolgreich in der Region zu expandieren.

153 Proptechs in drei Runden geprüft
In seinen ersten drei Runden hat der Ende 2016 gegründete Accelerator insgesamt 153 Proptechs geprüft. Zwölf ausgewählte Teams nahmen jeweils sechs Monate lang an intensiven Coachings teil und führten Pilotprojekte mit den strategischen Programmpartnern durch. In der dritten Runde waren dies das auf Mieterkommunikation mittels künstlicher Intelligenz spezialisierte Unternehmen Bots4You, die finnische Finanzmodellierungs- und Simulationssoftware für Immobilienportfolios Exquance, die Plattform für die digitale Verwaltung von Mietkautionen Rentseed und der „Online-Dachdecker“ Stegimondo. An elf der zwölf Tech-Unternehmen beteiligte sich der Booster über seinen Fonds. Zudem vermittelte der Accelerator den Proptechs auch Kontakte für Anschlussfinanzierungen. Insgesamt sammelten die Unternehmen rund acht Millionen Euro ein. Jeweils mehr als eine Million Euro sicherten sich Roomhero (erste Runde), Simplifa und VRnow (beide zweite Runde).

In den kommenden Monaten will der Accelerator die Zusammenarbeit mit Industriepartnern und Finanzierern wie Business Angels, strategischen Investoren und Venture Capital Fonds nun intensivieren und zudem künftig verstärkt auch mit Technologiepartnern außerhalb der Immobilienbranche kooperieren. „Für viele Proptechs sind die Entwicklung einer skalierbaren Technologiebasis und auch die Integration ihrer Lösung in die Software etablierter Anbieter große Herausforderungen. Beides wollen wir durch die Zusammenarbeit mit führenden Technologie-Anbietern erleichtern und setzen dabei auf Partnerschaften ähnlich der mit unseren strategischen Partnern aus der Immobilienwirtschaft“, erklärt Ubach-Utermöhl.

Auch im Bereich Research soll das Engagement vertieft werden. So sind beispielsweise Studien zu Schwerpunktthemen in Zusammenarbeit mit führenden Beratungen und Instituten sowie eine Ausweitung der Kooperationen im Hochschulbereich – speziell mit europäischen Tech-Universitäten – geplant. Zudem soll die Analyse von Entwicklungen im Proptech-Bereich ausgeweitet werden. Aktuell zählt der Booster 527 Proptechs in der D-A-CH-Region. Die höchsten Anteile entfallen auf die Bereiche „Vermitteln“ (30 Prozent) und „Verwalten“ (16 Prozent). „Aktuell spielt die Vermittlung noch die größte Rolle. Wir sehen allerdings, dass neue digitale Geschäftsmodelle immer technologie-getriebener werden. Deshalb gehen wir davon aus, dass der Anteil und der Einfluss der Proptechs insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz oder Internet of Things deutlich zunehmen wird“, sagt Jakob Schulz, Senior Program Manager beim Booster.

Gleichzeitig beobachtet der Booster ein immer größeres Wachstumspotenzial für Proptechs in der D-A-CH-Region. So sind Zahl und Höhe der Finanzierungsrunden in den vergangenen Jahren merklich gestiegen. 2018 zählte der Booster bislang 46 Finanzierungsrunden mit einem Gesamtvolumen von 164,2 Millionen Euro. 2017 waren es 27 Runden mit einem Gesamtvolumen von rund 176 Millionen Euro. Von den gezählten Finanzierungsrunden lagen dieses Jahr 21 teilweise deutlich über einer Million Euro. Die Zeit, die von der Gründung neuer Proptechs bis zur ersten großen Finanzierungsrunde vergeht, hat sich seit 2013 zudem nahezu halbiert. „Dadurch, dass sich immer mehr Venture-Capital-Fonds und strategische Investoren an Proptechs beteiligen, professionalisiert sich der Finanzierungsmarkt zunehmend“, resümiert Schulz.

zuletzt editiert am 20. Januar 2022
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