Best Practice: Proximus Real Estate und Quantum haben das Kölner Friesen Quartier neu positioniert.
Die Ausgangslage
Das Friesen Quartier befindet sich zwischen dem Belgischen Viertel, dem Kölner Dom und dem Gerling Quartier in bester Kölner Innenstadtlage mit einer Gesamtmietfläche von rund 25.500 Quadratmetern. Es besteht aus einem Ensemble von sechs Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungsarten. Die Gebäude bilden zusammen ein innerstädtisches Quartier mit einem parkähnlichen Innenbereich und einer objekteigenen Tiefgarage mit rund 460 Stellplätzen. Ein Joint Venture aus Proximus und Quantum hat das Friesen Quartier und das direkt angrenzende Gerling Quartier im Jahr 2017 von der österreichischen Immofinanz im Rahmen einer Off-Market-Portfoliotransaktion erworben.
Das Ziel
Ziel war es, durch ein umfassendes Refurbishment und eine Neupositionierung des zentral gelegenen Gebäudekomplexes ein lebendiges Stadtquartier für verschiedene Nutzergruppen zu schaffen sowie das innerstädtische Quartier aufzuwerten und eine nachhaltige Wertsteigerung zu erzielen. Der Fokus sollte dabei darauf liegen, ein in die Jahre gekommenes innerstädtisches Quartier auf den technisch modernsten Stand zu bringen und eine grüne Begegnungsstätte für unterschiedliche Nutzergruppen zu schaffen. Die Durchmischung des Quartiers mit unterschiedlichen Nutzungen fördert das gesellschaftliche Leben. Nach der umfassenden technischen und architektonischen Repositionierung strebten die Projektpartner den Gesamtverkauf des Friesen Quartiers an.
Die Herausforderung
Lage und Größe des Friesen Quartiers mitten in der Kölner Innenstadt suchen ihresgleichen. Entsprechend war das Projekt von Beginn an mit hohen Erwartungen verbunden und wurde von einer kritischen Kölner Öffentlichkeit begleitet, sodass das Ergebnis unmittelbar auch mit der Reputation der beiden Unternehmen verbunden ist.
Die wesentliche Herausforderung bestand vor allem darin, im direkten Innenstadtbereich durch geeignete Maßnahmen eine Wertsteigerung zu erzielen und gleichzeitig mit den ausgewählten Maßnahmen einen Mehrwert für unterschiedliche Nutzergruppen und die Bevölkerung zu schaffen.

Ferner bestand die Herausforderung auch darin, verschiedene Nutzungsformen so zu verbinden, dass ein modernes und zentral gelegenes Innenstadtquartier entsteht, das sich mit der Schaffung einer neuen Parkanlage durch eine hohe Aufenthaltsqualität auszeichnet. Der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Weiterentwicklung des Quartiers sollte eine wichtige Rolle einnehmen.
Die Umsetzung
Das Friesen Quartier wurde umfassenden Sanierungs- und Refurbishment-Maßnahmen unterzogen. Die Tiefgarage wurde kernsaniert. Die beiden Büroobjekte The Spikes und The Corner Cologne wurden umfangreich revitalisiert, technisch auf den neuesten Stand gebracht und in moderne flexible Bürowelten mit repräsentativen Eingangsbereichen verwandelt.
Die neu angelegte Parkanlage sowie die gesamte botanische Einfassung des Quartiers wurden durch den Landschaftsarchitekten Enzo Enea gestaltet, was maßgeblich zur Aufenthaltsqualität beiträgt und sich positiv auf das Mikroklima des Innenstadtquartiers auswirkt.
Proximus und Quantum wollten das Quartier neu positionieren, um neue Mieter für die modernen und hochwertigen Büroflächen zu gewinnen.
Das Ergebnis
Durch das qualitativ hochwertige und umfassende Refurbishment sowie die Repositionierung ist es gelungen, ein lebendiges, urbanes und grünes Innenstadtquartier zum Wohnen und Arbeiten zu entwickeln. Die beiden Büroobjekte The Spikes und The Corner Cologne wurden in moderne Bürowelten verwandelt und setzen mit ihrer Qualität eine neue Benchmark auf dem Kölner Büroimmobilienmarkt. Für die revitalisierten Büroflächen konnten renommierte Unternehmen gewonnen werden.
Neben den Büroflächen sind insgesamt auch rund 100 Wohneinheiten mit einer Größe von 40 bis 185 Quadratmetern, einige davon mit Dachgärten, teilweise modernisiert worden.
Durch die Revitalisierung des Quartiers wurde aus einem opportunistischen Investment ein Core-Produkt entwickelt. Nach Abschluss aller Maßnahmen wurde das Friesen Quartier im Juni 2021 erfolgreich an den Hines Pan-European Core Fund (HECF) veräußert.
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