Eucon Digital automatisiert die Datenerfassung für ESG – ein Best Practice.
Die Klima- und Energiekrise sowie die Einführung der EU-Taxonomie haben die Immobilienwirtschaft vor große Herausforderungen gestellt – die Bereitstellung von Verbrauchsdaten und Informationen zu CO2-Emissionen für jedes Gebäude. Leider sind diese Daten oft schwer zugänglich und erfordern eine zeitaufwendige manuelle Datenerfassung und teure Hardware. In der Branche besteht ein dringender Bedarf an Lösungen, um den ersten Schritt in Richtung Nachhaltigkeitsberichterstattung zu gehen. Leider scheitert diese Bestrebung bereits an der Erstellung einer umfassenden Datenbasis für Bestandsimmobilien.
Das Ziel
Ziel ist es, verschiedene Datenquellen wie Energieausweise, Rechnungen oder Versorgerportale und Smart Meter zu einem ganzheitlichen Bild zusammenzuführen. Im Gegensatz zu vielen umfassenden ESG-Tools, die als „All-in-One-Lösungen“ beworben werden, soll diese Lösung sich auf den Anfang der ESG-Reporting-Kette konzentrieren: die Datenbeschaffung und -extraktion. Dies ist die Basis, auf der ESG-Tools überhaupt erst aufsetzen können. Hierfür gibt es bei Bedarf verschiedene Schnittstellen.

Die Herausforderung
Viele ESG-Tools versprechen Transparenz, setzen jedoch vollständige und qualifiziert erfasste Daten voraus. Die sehr spezifischen Daten für das Thema ESG können im Zuge der Datenextraktion nutzbar gemacht und per Schnittstelle automatisiert an ESG-Tools übermittelt werden.
Die Umsetzung
Während viele ESG-Tools auf dem Markt händisch ermittelte Verbrauchs- und Emissionsdaten analysieren, bietet Smart Sustain eine umfassende Lösung: Aus Ver- und Entsorgungsrechnungen sowie Energieausweisen werden Verbräuche und Emissionen extrahiert, aufbereitet und plausibilisiert. Darüber hinaus werden auch die Kosten zu den jeweiligen Verbräuchen erfasst, die im nächsten Schritt für Kostentransparenz und Kostenoptimierungen nicht nur für den Eigentümer, sondern auch für den Mieter nutzbar gemacht werden. Mit weiteren Daten zu Zählern, Versorgern und Verträgen können sowohl Zählerstrukturen übersichtlich aufbereitet als auch Transparenz zum Versorger im Objekt und Portfolio geschaffen werden.
Sämtliche Dienstleister rund um die Immobilie wie unter anderem ESG-/Nachhaltigkeitsmanager, Property- und Asset-Manager können den Aufwand für die manuelle Erfassung von Verbräuchen und Emissionen reduzieren und Maßnahmen zur Emissionsreduktion zielgerichteter identifizieren und schneller umsetzen. Portfolio- und Asset-Manager profitieren von der Kostentransparenz für datenbasierte Investitionsentscheidungen zur Steigerung von Nachhaltigkeit und Rentabilität. Kosten und Verbräuche können portfolioübergreifend verglichen werden, um den Versorgermix für den Bestand zu optimieren.
Das Ergebnis
Smart Sustain löst das Problem der bisher überwiegend manuellen Datenerfassung durch die automatisierte Extraktion und Aufbereitung von Daten aus Ver- und Entsorgungsrechnungen sowie Energieausweisen. Die Datenextraktion ist nicht nur für inländische Rechnungen und Energieausweise möglich. Mit Smart Sustain können Daten aus Dokumenten in rund 30 Ländern extrahiert und verarbeitet werden. Die Oberfläche ist zudem auf Deutsch und Englisch verfügbar. Dies führt zu umfassender Transparenz über Kosten, Verbräuche und Emissionen von Immobilien und ermöglicht datenbasierte Entscheidungen zur Identifikation von Maßnahmen zur Steigerung der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit von Immobilien und sorgt damit für ein nachhaltigeres Management des Portfolios.
Darüber hinaus gibt es vielfältige Analysemöglichkeiten, um die Vollständigkeit und Plausibilität der Daten zu überprüfen, Verbräuche im eigenen Bestand als Benchmark zu nutzen und Kostenoptimierungspotenziale zu erkennen. 2023 nahm der ZIA Smart Sustain in den Innovationsradar auf.
Daten und Fakten
Entwicklungsphase: seit Oktober 2022 auf dem Markt mit kontinuierlicher Weiterentwicklung
Nutzungskosten: monatliche Technologiegebühr zzgl. vorgangsbasierter Vergütung
Nutzer: Real Estate Kunden wie beispielsweise Union Investment Real Estate GmbH
Mögliche Kosteneinsparungen: über 30 Prozent
Mögliche Beschleunigung der Arbeitsabläufe: bis zu 80 Prozent