Grafik verschiedener Analysesegmente
Aiva untersucht unterschiedliche Aspekte, um unterbewertete Immobilienaktien zu identifizieren. (Quelle: Aventos Capital Markets)

Best Practice 3 2022-09-12T08:11:39.451Z Mit Aiva Potenziale erkennen

Aventos Capital Markets identifiziert unterbewertete Immobilienaktien. Das gelingt mit einem hauseigenen Bewertungsindex.

Die Ausgangslage

Immobilienaktien sind in Deutschland ein unterrepräsentiertes Investmentvehikel, dabei verbinden sie das Beste verschiedener Welten: den Aktienmarkt mit dem Immobilienmarkt. Bei der tieferen Auseinandersetzung mit dem Immobilienaktienmarkt ist Aventos jedoch auf folgendes Phänomen gestoßen: Zwischen einer Immobilienaktienbewertung und dem direkten Immobilienmarkt kommt es zu temporären Fehlbepreisungen (Anomalien).

Aventos kam zu der Erkenntnis, dass im Zentrum der Aktienbewertung für Kapitalmarktakteure vor allem die Makro- und die Unternehmensanalyse steht. Dabei werde einer der wichtigsten Aspekte zur realen Bewertung vernachlässigt: die Bewertung der gehaltenen Immobilien dieser Aktiengesellschaften.

Das Ziel

Aventos will diejenigen Immobilienaktien weltweit identifizieren, die am stärksten unterbewertet sind und gleichzeitig ein sehr hohes Wachstumspotenzial haben.

Die Herausforderung

Im Fokus standen dabei zwei Fragestellungen: Wie deckt man qualitativ einen für andere nicht relevanten Bewertungsteil auf und wie findet man aus weltweit mehr als 3.000 Immobilienaktien die richtigen Opportunitäten?

Die Umsetzung

Das Unternehmen entwickelte die Aventos Intrinsic-Value-Analysis (Aiva). Man wollte bewusst einen eigenen Bewertungsindex schaffen, der nicht nur die allgemeinen Parameter des Kapitalmarkts, sondern auch die Substanz und das Wertsteigerungspotenzial des Immobilienbestands und der Unternehmen bewertet.

Im Gegensatz zu bekannten und gewöhnlichen Analysen und Herangehensweisen, die auf kapitalmarktorientierten Kennzahlen basieren, legt der Aiva besonderes Augenmerk auf die Analyse der Immobilien. Dabei wird jedes Portfolio in einem hohen Detailgrad mit der gleichen Genauigkeit analysiert, als wenn es direkt angekauft würde.

Angeschaut werden dabei nur die transparentesten und sichersten Immobilienmärkte weltweit, um die besten Opportunitäten zu identifizieren. Dazu gehören neben Westeuropa vor allem auch Australien, die USA sowie Kanada.

In einem zweigliedrigen Analyseverfahren bleiben von anfänglich 3.000 identifizierten Unternehmen am Ende zwischen 20 und 25 übrig, die für ein Investment infrage kommen. Die gesamte Analyse erfolgt ausschließlich über die Auswertung von Daten. Aventos profitiert dabei von seiner Expertise als Projektentwickler.

Daraus entstanden ist am Ende der Aventos Global Real Estate Securities Fund; ein aktiv gemanagter Fonds, der weltweit in börsennotierte Immobilienunternehmen investiert, deren realer Wert unterbewertet ist.

Der Fonds wurde im Oktober 2020 als offener Immobilienaktienfonds mit einem Volumen von 32 Millionen Euro aufgelegt. Sowohl semi-professionelle als auch private Anleger können in den Fonds investieren. Es erfolgen dabei keine direkten Investments in Immobilien oder Immobilienfonds.

Das Ergebnis

Die identifizierten Wertsteigerungspotenziale kommen der Performance des Fonds über mehrere Schritte zugute und führen zu einer höheren, risikobereinigten Rendite. Aventos profitiert von laufenden Ausschüttungen der Beteiligungen, da die Gesellschaften zum Großteil Bestandhalter sind und ausschüttungsstarke Immobilien halten. Die Gesamtrendite für das erste Geschäftsjahr betrug 49,4 Prozent bezogen auf das investierte Kapital. Im Gesamtverlauf lag die Performance deutlich über der Gesamtrendite der 15 größten offenen Immobilienpublikumsfonds in Deutschland.

zuletzt editiert am 12. September 2022
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