Highbrook verkauft den historischen Postbahnhof in Berlin in zwei Transaktionen für 163 Millionen Euro. Patrizia ist einer der Käufer.
Bei dem 1907 erbauten Postbahnhof handelt es sich um ein denkmalgeschütztes Ensemble, das ursprünglich als Bahnknotenpunkt für die Paketzustellung diente. Mitte der 1990er Jahre war der Postbahnhof in Büro- und Eventflächen umgebaut worden. Er besteht aus zwei etwa 100 Meter langen Gebäuden, die sich gegenüberliegen und zwischen denen sich zwei kleinere Gebäude befinden.
Das Gelände verfügt über rund 9.100 Quadratmeter Bestandsflächen, die von den E-Commerce-Unternehmen Zalando und Kayak genutzt werden. Auf dem Rest des Geländes führt Patrizia umfangreiche Umbaumaßnahmen durch, bei denen die Möglichkeit besteht, die ehemaligen Veranstaltungsflächen in weitere 3.600 Quadratmeter moderne Büroflächen umzuwandeln.
Das Projekt soll 2023 fertiggestellt werden. Eine Zertifizierung nach dem BREEAM In-Use Standard wird angestrebt. Darüber hinaus soll eines der denkmalgeschützten Gebäude behutsam und unter Wahrung des historischen Erscheinungsbildes saniert werden.
Der Verkäufer Highbrook Investors hat das gesamte Ensemble für rund 163 Millionen Euro in zwei separaten Verkaufstransaktionen weitergegeben. Die größere Transaktion umfasst den Deal mit Patrizia. Die andere Transaktion betrifft ein angrenzendes Grundstück, das bereits Ende 2019 an einen lokalen Entwickler veräußert wurde.
Highbrook erwarb die Postbahnhof-Immobilie im Januar 2019 für rund 98 Millionen Euro im Rahmen einer Off-Market-Transaktion von einem privaten Investor. Das Unternehmen besitzt weitere Loft-Büroprojekte in Berlin-Mitte und war in den vergangenen Jahren ein aktiver Investor auf dem Markt. Bei dem Verkauf wurde HighBrook von Econcept, Eqviva, Minerva, Greenberg Traurig, und EY in Berlin beraten.
