Luftaufnahme eines modernen Bürokomplexes mit begrünten Dächern in einer städtischen Umgebung.
Visualisierung: Das Entwicklungsgrundstück ist historisch eng mit dem Sportforum Berlin verbunden. (Quelle: LABORGH Investment GmbH)

Projekte 2026-05-13T12:16:54.672Z Berlin: Laborgh plant 700 Wohnungen in Lichtenberg

Laborgh hat ein Areal am Sportforum Hohenschönhausen erworben. Geplant sind rund 700 Wohnungen und 15.000 Quadratmeter Gewerbefläche.

Laborgh Investment hat ein rund 31.100 Quadratmeter großes Grundstück am Weißenseer Weg / Ecke Konrad-Wolf-Straße in Berlin-Lichtenberg erworben. Verkäufer ist eine von Periskop Development beratene Gesellschaft. Geplant ist ein gemischt genutztes Quartier mit bezahlbarem Wohnraum, Gewerbeflächen und sozialer Infrastruktur.

Das Areal liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Sportforum Hohenschönhausen und zählt zu den größeren Entwicklungsstandorten im Bezirk Lichtenberg. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Vorgesehen sind nach Angaben der Unternehmen rund 700 Wohneinheiten sowie etwa 15.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche für Gewerbenutzungen. Geplant sind unter anderem Flächen für Nahversorgung, kleinteiligen Einzelhandel, medizinische Angebote, Bildungsnutzungen und eine Kita.

Die Wohnungen sollen nach Fertigstellung in den Bestand einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft übergehen. Der Baustart ist – vorbehaltlich des laufenden Bebauungsplanverfahrens – ab 2027 vorgesehen.

Periskop Development hatte die planungsrechtlichen Voraussetzungen für das Areal in den vergangenen Jahren vorbereitet und begleitet das laufende Bebauungsplanverfahren weiterhin im Rahmen der Realisierungspartnerschaft.

Ehemaliges Sporthotel soll neu entwickelt werden

Das Grundstück umfasst das Gelände des früheren Sporthotels und Kongresszentrums Hohenschönhausen. Der Gebäudekomplex entstand in den 1960er-Jahren als Unterkunft für den DDR-Leistungssport und wurde später erweitert. Nach der Wiedervereinigung standen große Teile des Areals leer.

„Dieses Grundstück ist in vielerlei Hinsicht besonders: wegen seiner Größe, seiner Lage und seiner Geschichte“, sagt Laborgh-Geschäftsführer Florian Lanz. „Vor allem aber, weil es über Jahrzehnte ungenutzt geblieben ist und als Ruine den Stadtraum geprägt hat.“

Auch Periskop Development verweist auf die städtebauliche Bedeutung des Standorts. „Ein jahrzehntelang brachliegender Ort wird wieder zum aktiven Teil der Stadt: Mindestens 70.000 Quadratmeter Geschossfläche werden entstehen – mit einem Wohnanteil von 80 Prozent, der einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft übergeben wird. Das ist urbane Verantwortung in der Praxis“, erklärt Geschäftsführer Dr. Simon Kempf.

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zuletzt editiert am 13. Mai 2026