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Der begrenzte Wohnungsmarkt der Hauptstadt ist mit dem regen Zuzug überfordert. Die Politik muss dringend gegensteuern, wie Aengevelt-Niederlassungsleiter Peter Starke mit seinem Statement verdeutlicht. (Bild: noelsch/Pixabay)

News 2021-02-18T00:00:00Z Berlin: Ab in den Speck!

Das Brandenburger Umland bietet preisgünstigeres Bauland, weniger politische Risiken für Vermieter und Investoren, exzellente Verkehrsanbindungen in die Berliner City und damit gute Gründe für eine Stadtflucht. Ein Beitrag von Peter Starke.

In der Metropolregion Berlin leben rund 5,5 Millionen Einwohner, davon etwa 1,8 Millionen Menschen im Brandenburger Umland. Das entspricht der Größe von Hamburg – Tendenz steigend!

Denn der Hauptstadteffekt hat zu einem regen Zuzug nach Berlin geführt. Allerdings hat dies auch den begrenzten Wohnungsmarkt der Hauptstadt komplett überfordert. Hinzu kommen hausgemachte Probleme wie der Mietendeckel, der Investoren verschreckt. Wir nehmen wahr, dass das Interesse am Wohnungsneubau aufgrund der politischen Unsicherheiten gesunken ist.

Das Brandenburger Umland bietet dagegen preisgünstigeres Bauland, weniger politische Risiken für Vermieter und Investoren, exzellente Verkehrsanbindungen in die Berliner City und damit gute Gründe für eine Stadtflucht.
Ein Trend zum Homeoffice könnte diese Entwicklung verstärken. Insbesondere dann, wenn sich das Angebot im Umland weiter vergrößert und zum Beispiel Familien hier endlich ihren Bedürfnissen entsprechende und gleichzeitig bezahlbare Wohnungen finden.

Ein weiterer möglicher Treiber ist die zunehmende Entwicklung von Bürozentren in Stadtrandlagen - wie die Anmietung von Regus in Teltow oder die bereits realisierten, teils projektierten beziehungsweise noch in Planung befindlichen 650.000 Quadratmeter Bürofläche in Schönefeld und Umgebung – und dadurch kürzere Fahrtzeiten aus dem Umland zum Arbeitsplatz und einem entsprechenden Gewinn an Freizeit.

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Peter Starke (Bild: Aengevelt)

Die Folgen für zentrale Bürolagen könnten stagnierende oder sogar sinkende Mieten sein. Positiver Effekt: Ein geringeres Verkehrsaufkommen und damit Umweltentlastungen in Berlin.
Eine Stadtflucht wird aber auch dazu führen, dass Berlin auf erhebliche Einnahmen aus Lohn- und Gewerbesteuern verzichten muss. Wann die Berliner Politik erkennt, dass sie hier mit adäquatem und bezahlbarem Wohnraum innerhalb der Berliner Stadtgrenzen gegensteuern muss, bleibt abzuwarten.

Peter Starke ist Mitglied der Aengevelt-Geschäftsleitung und Niederlassungsleiter Berlin.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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