Das von vielen Seiten kritisierte Baukindergeld wird kommen – ohne Limitierung der Wohnfläche. Um den gesetzten Finanzrahmen von zwei Milliarden Euro einzuhalten, einigte sich der Koalitionsausschuss darauf, die Antragsfrist bis Ende 2020 zu begrenzen.
Heute haben Bundesminister Horst Seehofer, sein Parlamentarischer Staatssekretär Marco Wanderwitz (CDU) und Baustaatssekretär Gunther Adler bei einem Pressegespräch Details zum Baukindergeld erläutert und über den Stand der Finanzierung und Umsetzung weitere Vorhaben aus dem Baubereich informiert.
Von dem Baukindergeld verspricht Seehofer sich positive Effekte auf den Wohnungsbau und die stagnierende Wohneigentumsbildung. Insgesamt rechnet er mit etwa 550.000 Antragstellern bis zum 31.Dezember 2020. Diese Zahl sei ein deutlicher Impuls für den Wohnungsbau, betont Seehofer. Konkrete Zahlen, wie viele zusätzliche Wohnung durch das Baukindergeld entstehen werden und wie vielen jungen Familien der Eigentumserwerb erst durch die Förderung möglich wird, konnten Seehofer und seine Staatsekretäre nicht nennen. Und sollen auch nicht erhoben werden.
Als weiteres Instrument zur Förderung der Wohneigentumsbildung hat die Koalition sich auf ein bei der KfW angesiedeltes Bürgschaftsprogramm für Eigenkapital verständigt. Details dazu würden noch mit der KfW abgestimmt, erklärte Staatssekretär Adler. Anfang 2019 soll das Programm starten und etwa 30 Prozent des Eigenkapitals für den Immobilienerwerb abdecken.
Um den sozialen Wohnungsbau anzukurbeln, will der Bund bis 2020 2,5 Milliarden Euro bereit stellen, 500 Millionen mehr als in der letzten Legislatur, und auch selber als Bauherr auftreten. Auf bundeseigenen Flächen solle die BIMA Wohnungen für Staatsdiener errichten, erklärte Adler, „möglichst schnell“.
