Ein Mann mit Brille und einem schwarzen Kapuzenpullover vor einem grauen Hintergrund.
Matthias Zühlke, Geschäftsführer von Syte (Quelle: Syte)

Digitalisierung 2026-05-18T08:04:47.612Z Baugenehmigungen auf einen Blick

Der ZIA und das Start-up Syte stellen eine Plattform auf die Beine, die bundesweit über Baugenehmigungen informiert.

Die neue Plattform ZIA-Buildmap bündelt Daten der amtlichen Statistik und visualisiert Baugenehmigungen für Wohneinheiten auf Ebene der Landkreise und kreisfreien Städte. Damit werden Entwicklungen im Wohnungsbau erstmals übersichtlich, vergleichbar und öffentlich zugänglich dargestellt – für Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Sie zeigt unter anderem:

  • Baugenehmigungen je 1.000 Einwohner
  • Entwicklungen im Monats- und Jahresvergleich
  • regionale Cluster mit hoher oder niedriger Genehmigungsdynamik
  • Indikatoren für angespannte Wohnungsmärkte

Die Plattform versteht sich als Analyse- und Transparenzinstrument. Sie bildet Entwicklungen datenbasiert ab, ersetzt jedoch keine politische oder kausale Wirkungsanalyse.

Drei Fragen zu Bebauungsplänen

Ausführlich hat sich Syte auch mit der Transparenz bei Bebauungsplänen befasst. Hier drei Fragen an Syte-Geschäftsführer Matthias Zühlke.

Was genau haben Sie zusammengestellt?

Matthias Zühlke: Was wir bereitstellen, sind Informationen zu Bebauungsplänen. Also darüber, ob für ein Grundstück ein B-Plan existiert, wo er zu finden ist, und je nach Datenlage auch, was er konkret festsetzt. Die Qualität dieser Information variiert je nach Kommune. Manchmal ist es ein direkter Link zum vollständigen Plandokument, manchmal nur der Hinweis, dass ein Plan existiert, in einigen Fällen weisen wir transparent aus, dass wir für eine Region keine Aussage treffen können.

Auf welchen Typ von Kommunen konzentrieren Sie sich?

Matthias Zühlke: Die sieben größten Städte Deutschlands sind abgedeckt, dazu ein Großteil der Städte mit mehr als 200.000 Einwohnern. Ländliche Kommunen sind derzeit geringer vertreten, weil die Datenlage dort eine andere ist. Das passt außerdem gut zum Arbeitsalltag unserer Kunden: Der Großteil der Immobilientransaktionen findet in Städten statt, nicht auf dem Land.

In welcher Form machen Sie die B-Pläne zugänglich?

Matthias Zühlke: Es gibt drei Zustände, die für ein Grundstück angezeigt werden: Bebauungsplan vorhanden, kein Bebauungsplan vorhanden, oder Abdeckung in der Region unvollständig. Wo möglich, gibt es direkte Links zu den Planunterlagen oder Weiterleitungen in kommunale Portale. In Einzelfällen können wir nur die Existenz eines Plans anzeigen, ohne verlinkte Dokumente – weil die Kommunen selbst keine öffentlich verlinkten Dokumente bereitstellen. Die Detailtiefe variiert je nach Kommune, und das wird transparent ausgewiesen. Wenn wir in einer Region nicht aussagefähig sind, markieren wir das entsprechend.

Ein längeres Interview mit Matthias Zühlke finden Sie in der Print-Ausgabe 3.2026 von immobilienmanager, die am 1. Juni erscheint.

Zur ZIA-Buildmap geht es unter diesem Link

zuletzt editiert am 18. Mai 2026