Symbolbild Niederlande Quelle: Deutsche Hypo
Die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance hat eine Studie zum niederländischen Immobilienmarkt veröffentlicht. Quelle: Deutsche Hypo

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07. October 2021 | Teilen auf:

Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Niederlanden

In der Studie „Niederlande – Immobilienmärkte im Zeichen konjunktureller Belebung“ zeigt die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Niederlanden auf den Immobilienmarkt auf.

Die niederländische Wirtschaft wurde stark von der Pandemie beeinträchtigt: Nachdem das reale BIP jahrelang ein Wachstum aufgewiesen hat, schrumpfte es  im Jahr 2020 um deutliche 3,8 Prozent. Die Folgen der Pandemie sind auch auf dem Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien sichtbar: Das Investitionsvolumen ging um 17,2 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro zurück. Dabei wurden die Märkte unterschiedlich stark von der Pandemie getroffen.

Investitionsvolumen nach Assetklassen und Ausblick für 2021. Quelle: CBRE Research 2021, NORD/LB Sector Strategy

Auf dem Büromarkt wurde pandemiebedingt ein deutlicher Anstieg der Home-Office-Tätigkeit beobachtet. Zwar waren die Niederlande schon vor der Coronakrise führend beim Thema Home-Office, doch auch hier ist die Quote nochmals gestiegen. „Erst auf lange Sicht wird sich zeigen, wie sich diese Entwicklung auf die Büroimmobilienmärkte auswirken wird. Klar ist allerdings, dass Büros auch als Ort des sozialen Austauschs fungieren und weiterhin eine wichtige Rolle spielen werden. Ein Einbruch wird daher nicht erwartet“, berichtet Frank Schrader, Leiter Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance. Zusätzlich zum Thema Home-Office bringt der Aspekt der Nachhaltigkeit Herausforderungen mit sich. Auch die qualitativen Ansprüche der Mieter an die Büroausstattung wie Lage, Gebäudequalität und Technologie stehen zunehmend im Vordergrund, sodass hier entsprechende Konzepte benötigt werden.

Entwicklung der Durchschnittmieten für Logistikimmobilien bis 2020. Quelle: NVM, Statista 2021, NORD/LB Sector Strategy

Der Einzelhandel wurde aufgrund der Corona-Restriktionen stark getroffen, sodass der Trend zur rückläufigen Anzahl innerstädtischer Geschäfte beschleunigt wurde. Der steigende Onlinehandel und der voranschreitende Strukturwandel üben zusätzlichen Druck auf diese Assetklasse aus. Hier gilt es, den Flächenbestand der Einzelhändler insbesondere in den Innenstädten zu optimieren, zum Beispiel durch eine Mischnutzung der Objekte. Für 2021 wird ein gesamtes Transaktionsvolumen für Einzelhandelsimmobilien von rd. 1,5 Milliarden Euro erwartet.

Der Logistiksektor gilt in den Niederlanden als starker Treiber der inländischen Wirtschaft. Daher bleiben Logistikimmobilien neben Wohnimmobilien uneingeschränkte Favoriten. „Dieser Markt profitiert ganz klar von der geografischen Lage des Landes. Hinzu kommt der deutliche Anstieg im Onlinehandel, der die Nachfrage nach Logistikflächen weiter nach oben treibt“, so Schrader. Es wird auch weiterhin von einer hohen Nachfrage, einem geringen Angebot sowie von tendenziell steigenden Mietpreisen ausgegangen.

Ankünfte und Hotelübernachtungen in den Niederlanden im Zeitverlauf. Quelle: CBS, NORD/LB Sector Strategy

Besonders stark wurde der niederländische Hotelmarkt von der Pandemie getroffen, das Investitionsvolumen ist massiv zurückgegangen. Lockdown-Maßnahmen haben zu einem Einbruch der Besucherzahlen geführt. „Insbesondere der Rückgang der geschäftstouristischen Nachfrage war sehr schmerzhaft. Dienstreisen wurden auf ein Minimum reduziert und mittlerweile haben sich viele an Videocalls und hybride Modelle gewöhnt. Die Erholung wird noch einige Zeit dauern“, berichtet Schrader.

Auf dem niederländischen Wohnungsmarkt ist die Situation weiterhin angespannt, hier stößt eine kontinuierlich steigende Nachfrage auf eine unzureichende Bautätigkeit. Umweltauflagen führen ebenfalls zu einer Hemmung der Bautätigkeit. Aufgrund der anhandeltenden Angebotsknappheit sind die Kaufpreise für selbstgenutztes Wohneigentum im Bestand in den letzten Jahren immer weiter gestiegen.

Wohnungsmarkt: Entwicklung der Kaufpreise. Quelle: CBS, Katasteramt; NORD/LB Sector Strategy

Je nach Assetklasse wird es noch einige Zeit dauern, bis die Vorkrisenniveaus wieder erreicht werden. „Klar ist, dass die Pandemie einige Trends, die sich bereits vor der Krise abgezeichnet haben, beschleunigt hat und an vielen Stellen neue Konzepte erforderlich sind. Die hohe Impfquote und der Wegfall vieler Corona-Restriktionen machen jedoch Hoffnung auf eine schrittweise Erholung“, schließt Frank Schrader.

Die Deutsche Hypo – NORD/LB Real Estate Finance ist das Kompetenzzentrum der Norddeutschen Landesbank für die Finanzierung gewerblicher Immobilien. Die Einheit ist in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Benelux, Spanien, Polen und Österreich geschäftlich aktiv und hat ihren Hauptsitz in Hannover. Zudem ist sie in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München sowie in Paris, London, Amsterdam, Warschau und Madrid präsent. Die NORD/LB zählt zu den großen deutschen Immobilienfinanzierern. Weitere Informationen unter  www.deutsche-hypo.de