Aroundtown treibt die Umnutzung von Büroimmobilien voran. In mehreren Städten entstehen neue Serviced Apartments.
Aroundtown baut seine Mixed-Use-Strategie in europäischen Städten weiter aus. Im Mittelpunkt steht die Umwandlung von Bestandsimmobilien in Konzepte mit Serviced Apartments. Nach Angaben des Unternehmens sollen dadurch Bürostandorte um zusätzliche Nutzungen ergänzt und die Ertragsbasis der Immobilien verbreitert werden. Mehrere Projekte befinden sich bereits im Umbau oder in der Planung. Neben Deutschland verfolgt Aroundtown entsprechende Vorhaben auch in anderen europäischen Märkten.
Mixed-Use als Antwort auf veränderte Nachfrage
Als Beispiel für die Umsetzung nennt Aroundtown die Immobilie „Coolse Poort“ im niederländischen Rotterdam. Das ehemalige Bürogebäude wurde modernisiert und in ein gemischt genutztes Objekt umgewandelt. Heute umfasst es unter anderem Serviced Apartments, Konferenzflächen und ein Fitnessstudio.
„Büros bleiben ein zentraler Bestandteil urbaner Räume – gleichzeitig verändern sich marktübergreifend die Anforderungen an Gebäude. Mit Mixed-Use-Konzepten entwickeln wir Bestandsimmobilien gezielt weiter und ergänzen sie um Nutzungen wie Hospitality, Gastronomie oder Fitness“, sagt Aroundtown-CEO Barak Bar-Hen.
Er ergänzt: „Serviced Apartments sind dabei ein wichtiger Baustein, insbesondere in innerstädtischen Lagen, weil sie flexible Aufenthaltsformate ermöglichen. Sie verbinden eine hohe Nachfrage mit attraktiven langfristigen Ertragsperspektiven, oftmals attraktiver als reguläre Büromieten, und ergänzen bestehende Bürostandorte um eine Nutzung, die zur Belebung und nachhaltigen Wertentwicklung urbaner Quartiere beiträgt.“
Bereits 2025 hatte Aroundtown in Rüsselsheim die Umwandlung eines Bürogebäudes in ein Hotel abgeschlossen. Die Immobilie wurde anschließend an B&B Hotels vermietet. In London entwickelt das Unternehmen in Kensington zwei Objekte mit insgesamt 70 Serviced Apartments.
Mehrere Projekte in Deutschland
Auch in Deutschland setzt Aroundtown auf die Umnutzung von Bestandsgebäuden. Zu den derzeit geplanten oder bereits laufenden Projekten zählen:
- Dortmund, Königswall 1: 51 Serviced Apartments, Fertigstellung im Sommer 2026
- Berlin, Karl-Liebknecht-Straße 33: 285 Serviced Apartments am Alexanderplatz, Fertigstellung Ende 2026
- Dortmund, Hansastraße 95: 134 Serviced Apartments, Fertigstellung Ende 2026
- Berlin, Marburger Straße 12–13: 84 Serviced Apartments nahe dem Kurfürstendamm, Fertigstellung 2027
- Frankfurt am Main, Stuttgarter Straße 18: 188 Serviced Apartments nahe dem Hauptbahnhof, Fertigstellung 2027
- Hannover, Karl-Wiechert-Allee 18–22: 83 Serviced Apartments, Fertigstellung 2027
- Berlin, Köpenicker Straße 30: 161 Serviced Apartments, Fertigstellung 2027
- Frankfurt am Main, Bleichstraße 64: 86 Serviced Apartments, Fertigstellung 2028
Darüber hinaus befinden sich nach Unternehmensangaben weitere Projekte in München, Stuttgart und Essen in Planung.
Mit den Umnutzungen reagiert Aroundtown auf veränderte Anforderungen an Büroimmobilien in zentralen Lagen. Die Projekte verbinden Modernisierungen im Bestand mit neuen Nutzungskonzepten. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Immobilien langfristig zu sichern und urbane Standorte durch eine breitere Nutzungsmischung weiterzuentwickeln.
