Grafik Angebot Nachfrage Wohnungen in München
Nachfrage und Angebot von Wohnungen und Einfamilienhäusern zum Kauf und zur Miete in München, Vergleich von Juni und Juli 2022. (Quelle: ImmoScout24)

Standorte & Märkte

17. August 2022 | Teilen auf:

Angebots-Boom bei Wohnungen zum Kauf

Die Zahl der Wohnungen, die zum Verkauf stehen, steigt deutlich. Spitzenreiter ist München.

Der Immobilienmarkt befindet sich weiterhin kräftig im Wandel. Im Juli verstetigt sich die Trendumkehr von Angebot und Nachfrage, die sich bereits im Wohnbarometer von Immoscout 24 des zweiten Quartals abzeichnete: Angebote für Kaufimmobilien erleben auf der Plattform einen Boom. Für Mietwohnungen geht das Angebot zurück. Die Nachfrage zeichnet ein gegensätzliches Bild: Weniger Menschen suchen Kaufimmobilien, während die Nachfrage auf dem Miet-Markt kräftig zunimmt.

Kaufangebote steigen in München stärker als in Berlin

Deutlich mehr Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen im Angebot als noch im Vormonat In allen Metropolen sowie der gesamtdeutschen Betrachtung steigt im Juli das Angebot für Kaufimmobilien bei Immoscout 24. Am meisten steigt das Angebot in München (+18,5 Prozent). Auch in Düsseldorf (+15,6 Prozent), Köln (+14,4 Prozent) und Stuttgart (+14,2 Prozent) wächst das Angebot für Immobilien zum Kauf innerhalb eines Monats deutlich. Für Gesamtdeutschland und Berlin verzeichnet die Plattform im Juli rund neun Prozent mehr Inserate für Immobilien zum Kauf als im Vormonat Juni. Im Metropolenvergleich fällt die Entwicklung des Angebots damit am geringsten aus.

Nachfrage nach Kaufimmobilien sinkt weiter

Entgegen dem steigenden Angebot für Kaufimmobilien, sinkt die Nachfrage nach Immobilien zum Kauf in allen Metropolen und deutschlandweit im Juli erneut. Innerhalb eines Monats geht die Nachfrage in Köln um rund 31 Prozent und damit am stärksten zurück. Zu bedenken ist allerdings, dass NRW im gesamten Juli Sommerferien hatte. In München (-26,1 Prozent) nimmt die Nachfrage nach Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen rund ein Viertel ab. Für Hamburg (-21,7 Prozent) und Berlin (-20,8 Prozent) verzeichnet Immoscout im Juli rund ein Fünftel weniger Nachfrage als noch im Vormonat. In der gesamtdeutschen Betrachtung nimmt die Nachfrage im Juli um knapp 18 Prozent ab.

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Bei Mietwohnungen sieht es ganz anders aus

Der Druck auf dem Mietmarkt steigt weiterhin. Nutzerinnen und Nutzer von Immoscout suchen im Juli verstärkt nach Mietwohnungen. So steigt die bereits sehr hohe Nachfrage nach Mietwohnungen in Berlin innerhalb eines Monats mit einem Zuwachs von rund 31 Prozent kräftig an. Im Durchschnitt erhält damit ein Inserat für eine Bestands-Mietwohnung in Berlin 168 Kontaktanfragen pro Woche. In München verzeichnet die Plattform im Juli mit einem Plus von rund 17 Prozent den zweitstärksten Zuwachs bei der Nachfrage nach Mietwohnungen.

Gleichzeitig geht das Angebot an Wohnungen zur Miete in allen Metropolen und deutschlandweit weiterhin zurück: Berlin (-12,6 Prozent), Köln (-10,8 Prozent), Frankfurt am Main (-10,0 Prozent), Düsseldorf (-8,6 Prozent), Hamburg (-7,1 Prozent), Stuttgart (-6,4 Prozent), München (-2,4 Prozent). Eine Ausnahme bei der Entwicklung des Mietmarkts bilden Neubau-Mietwohnungen: Hierfür befindet sich das Angebot in den meisten Metropolen noch auf leichtem Wachstumskurs. Mancherorts geht aber auch das Angebot an Neubau-Mietwohnungen bereits zurück, so zum Beispiel in Frankfurt am Main (-12,6 Prozent) und Köln (-10,0 Prozent).

zuletzt editiert am 17.08.2022