
2026-08-21T06:57:47.784Z Alte Aufzüge werden zum Risiko im Bestand
Deutschlands Aufzugsanlagen altern. Aleš Korotvička von Otis erklärt, warum Eigentümer Modernisierungen frühzeitig in ihre Bestandsstrategie einplanen sollten.
Deutschland altert – und mit ihm ein Großteil seiner baulichen Infrastruktur. Wer heute über ein längeres, selbstbestimmtes Leben spricht, muss daher auch über die Gebäude sprechen, in denen dieses Leben stattfindet. Während sich Diskussionen über den demografischen Wandel oft auf das Gesundheitswesen oder soziale Dienste konzentrieren, wird eine Voraussetzung für ein lange selbstbestimmtes Leben häufig übersehen: die sichere und zuverlässige vertikale Mobilität innerhalb von Gebäuden.
Für Millionen von Menschen entscheidet ein funktionierender Aufzug darüber, ob sie ihr Zuhause selbstständig verlassen, Arzttermine wahrnehmen, ihren Arbeitsplatz erreichen oder am täglichen Leben teilhaben können. Angesichts der fortschreitenden Alterung der Bevölkerung in Deutschland wird die Frage, wie bestehende Gebäude langfristig barrierefrei bleiben können, für Eigentümer und Verwalter von Immobilien zunehmend relevant.
Die Herausforderung ist enorm. In Deutschland sind derzeit rund 840.000 Aufzugsanlagen installiert – einer der größten Bestände in Europa. Zugleich liegt das Durchschnittsalter der Anlagen bei rund 33 Jahren. Deshalb sind neben dem Neubau insbesondere Investitionen in die Instandhaltung und Modernisierung bestehender Anlagen erforderlich.
Branchenprognosen gehen davon aus, dass die alternde Bevölkerung in Europa die Nachfrage nach Aufzugsmodernisierungen weiter antreibt. Für Deutschland wird der Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt insgesamt bis 2026 auf 10,73 Milliarden US-Dollar geschätzt...
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