Die Aareal Bank hat das Geschäftsjahr 2017 mit einem guten Ergebnis abgeschlossen und kündigt ihren Aktionären eine Erhöhung der Dividende um 25 Prozent je Aktie an.
Die Aareal Bank Gruppe hat das Geschäftsjahr 2017 erneut mit einem guten Ergebnis abgeschlossen und will ihre Aktionäre mit einer weiteren deutlichen Dividendenerhöhung an der anhaltend positiven Entwicklung des Unternehmens teilhaben lassen. Nach vorläufigen, nicht testierten Zahlen betrug das Konzernbetriebsergebnis im vergangenen Jahr 328 Millionen Euro. Es lag damit in der Mitte des im Jahresverlauf angehobenen Zielkorridors von 310 bis 350 Millionen Euro, erreichte aber erwartungsgemäß nicht ganz den sehr hohen Vorjahreswert (366 Millionen Euro). Alle zentralen Kennzahlen entwickelten sich 2017 im Rahmen der Prognosen: Der Zinsüberschuss sank, wie erwartet, aufgrund des planmäßigen weiteren Abschmelzens nicht-strategischer Portfolios sowie Währungseffekten und hoher vorzeitiger Kreditrückzahlungen. Die Risikovorsorge ging deutlich zurück und lag in der unteren Hälfte der prognostizierten Bandbreite, der Provisionsüberschuss stieg spürbar und beim Verwaltungsaufwand gab es einen signifikanten Rückgang. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern blieb mit 11,9 Prozent zwar unter dem sehr guten Vorjahreswert (13,2 Prozent), lag aber auf dem mittelfristigen Zielniveau von rund zwölf Prozent.
Vom Konzernbetriebsergebnis des Gesamtjahres entfielen 66 Millionen Euro auf das Schlussquartal, nachdem es im Vorjahreszeitraum - begünstigt von positiven Sondereffekten - bei 85 Millionen Euro gelegen hatte. Auf bereinigter Basis lag das Quartalsergebnis sogar leicht über Vorjahr. Nach Steuern erwirtschaftete das Unternehmen im vierten Quartal ein Konzernergebnis von 48 Millionen Euro (viertes Quartal/2016: 41 Millionen Euro). Im Gesamtjahr lag das Nachsteuerergebnis bei 213 Millionen Euro. Das den Stammaktionären zugeordnete Konzernergebnis betrug im Gesamtjahr 191 Millionen Euro (Vorjahr: 199 Millionen Euro) und im Schlussquartal 44 Millionen Euro (Q4/2016: 33 Millionen Euro).
Fortsetzung der aktionärsfreundlichen Politik
An dem erneut guten Jahresergebnis sollen die Aktionäre wiederum angemessen beteiligt werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung der Aareal Bank AG am 23. Mai 2018 daher eine deutliche Erhöhung der Dividende um 0,50 Euro je Aktie auf 2,50 Euro je Aktie vorschlagen. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 78 Prozent, die damit nahe dem oberen Ende der im Februar 2016 kommunizierten Bandbreite für das Geschäftsjahr 2017 von insgesamt 70 bis 80 Prozent liegt.
Die hohe Ausschüttung ist auch deshalb möglich, weil die Kapitalausstattung der Aareal Bank Gruppe unverändert sehr komfortabel ist: Die harte Kernkapitalquote (CET 1) beläuft sich per 31. Dezember 2017 auf 18,9 Prozent (fully phased). Die CET 1-Quote liegt unter Annahme einer Vollumsetzung der neuen Eigenkapitalregeln (Finalisierung Basel III beziehungsweise "Basel IV") per 31. Dezember 2017 bei 13,4 Prozent und damit deutlich über den aufsichtlichen Anforderungen. Als Zielquote sieht die Aareal Bank bei noch bestehenden regulatorischen Unsicherheiten derzeit eine CET 1-Quote von rund 12,5 Prozent als angemessen an. Über die Verwendung des per heute bestehenden Überschusskapitals soll noch wie angekündigt im Laufe dieses Jahres entschieden werden.
Infrage kommt eine Verwendung von Überschusskapital für Zukäufe und den Ausbau des eigenen Geschäfts sowie ausdrücklich auch - sofern sich keine sinnvollen Anlagemöglichkeiten ergeben und regulatorisch möglich - eine Rückgabe an die Aktionäre. "Richtschnur für unsere Entscheidung zur Verwendung von Überschusskapital wird sein, wie wir den größten Wert für unsere Aktionäre schaffen können. Das gilt auch für den Fall, dass wir Kapital zurückgeben und für die Wahl des dafür unter den jeweiligen Marktbedingungen am besten geeigneten Weges", so der Vorstandsvorsitzende Merkens.
Strategieprogramm "Aareal 2020": Positive Halbzeitbilanz
Die Umsetzung des im Februar 2016 vorgestellten Zukunftsprogramms "Aareal 2020 - Adjust.Advance.Achieve" befindet sich zur Halbzeit voll auf Kurs. Das abgelaufene Jahr stand zum einen im Zeichen von umfassenden Maßnahmen zur Steigerung der Effizienz und der Optimierung von Strukturen und Prozessen. Das entsprechende Programm wurde erfolgreich umgesetzt, die darin enthaltenen organisatorischen und personellen Veränderungen werden in den kommenden Monaten sukzessive weiter implementiert. Zum anderen ging es 2017 vor allem darum, strategische Initiativen zur Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle in beiden Segmenten auf den Weg zu bringen. So wurden im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen das Geschäft in attraktiven Märkten wie den USA weiter ausgebaut, über die Partnerschaft mit Mount Street zusätzliche Optionen entlang der Wertschöpfungskette erschlossen und neue Syndizierungspartner gewonnen.
Im Segment Consulting/Dienstleistungen hat die Aareal Bank Gruppe ihr Geschäft über das angestammte Geschäftsfeld der Wohnungswirtschaft hinaus in angrenzende Branchen wie den Versorgermarkt oder die gewerbliche Immobilienwirtschaft ausgebaut. Über die Etablierung digitaler Plattformen hat sie eine gute Basis für weiteres Wachstum mit digitalen Lösungen geschaffen. Zur Steigerung der Innovationskraft und Ergänzung des Produktportfolios wurden darüber hinaus vielversprechende Partnerschaften mit Start-ups vereinbart.
Im laufenden Jahr wird die Aareal Bank Gruppe im Rahmen von "Aareal 2020" die Basis für ihren künftigen Erfolg in beiden Segmenten weiter verbreitern - mit erheblichen Zukunftsinvestitionen etwa in den weiteren Ausbau digitaler Lösungen. Daneben konzentriert sich die Bank auf die weitere Optimierung ihrer Prozesse und Strukturen.
"Die Aareal Bank Gruppe geht ungeachtet des weiterhin anspruchsvollen Umfelds unbeirrt ihren Weg und setzt ihre Strategie konsequent um. Unser Ziel ist klar: Wir werden der führende Anbieter von smarten Finanzierungen, Software-Produkten und digitalen Lösungen für die Immobilienbranche und angrenzende Industrien sein - und in den nächsten Jahren beweisen, dass man auch als mittelgroßes, unabhängiges Unternehmen in sich wandelnden Märkten mit der richtigen Geschäftspolitik und auf der Grundlage einer vorausschauenden Strategie dauerhaft Erfolg haben kann. Davon profitieren unsere Kunden, Investoren und Mitarbeiter heute und in Zukunft", sagte Merkens.
Geschäftsjahr 2017 - gutes Ergebnis in anspruchsvollem Umfeld
Der Zinsüberschuss im Geschäftsjahr 2017 betrug 634 Millionen Euro (Vorjahr: 701 Millionen Euro) und lag damit innerhalb der prognostizierten Bandbreite (620 bis 660 Millionen Euro). Das erwartet rückläufige Zinsergebnis resultiert im Wesentlichen aus dem planmäßigen Abschmelzen nicht- strategischer Portfolios sowie Währungseffekten und hohen vorzeitigen Kreditrückzahlungen. Bei den Margen hingegen wurden die ursprünglichen Erwartungen übertroffen. In einem durch starken Wettbewerb geprägten Umfeld konnten sie durch eine flexible Neugeschäftsallokation im Vergleich zum Vorjahr stabil gehalten werden. Sie lagen nach Abzug von Fremdwährungskosten bei über 220 Basispunkten. Die konservative Risikopolitik der vergangenen Jahre führte zu einem weiteren Rückgang der Risikovorsorge. Sie blieb im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 82 Millionen Euro erneut deutlich unter dem Vorjahreswert von 97 Millionen Euro und lag damit in der unteren Hälfte der kommunizierten Bandbreite von 75 bis 100 Millionen Euro. Der Provisionsüberschuss im Segment Consulting/Dienstleistungen konnte dank weiter gestiegener Umsatzerlöse auf 206 Millionen Euro (Vorjahr: 193 Millionen Euro) gesteigert werden Er lag damit ebenfalls innerhalb der kommunizierten Bandbreite von 195 bis 210 Millionen Euro.
Das Handelsergebnis, das Ergebnis aus Finanzanlagen und das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen in Höhe von insgesamt 7 Millionen Euro resultieren im Wesentlichen aus der Bewertung und Auflösung von Derivaten, die der wirtschaftlichen Absicherung von Zins- und Währungsrisiken dienen. Das Vorjahresergebnis von 86 Millionen Euro beinhaltete Erlöse in Höhe von 61 Millionen Euro aus dem Verkauf der hundertprozentigen Konzerngesellschaft Aqvatrium.
Der Verwaltungsaufwand sank auf 511 Millionen Euro (kommunizierte Bandbreite 470 bis 510 Millionen Euro; Vorjahr: 547 Millionen Euro). Gründe für den Rückgang sind geringere Integrationskosten und laufende Kosten der Westdeutschen Immobilien Servicing AG (ehemals Westdeutsche ImmobilienBank AG). Er beinhaltet Rückstellungen für Personalmaßnahmen aus der Optimierung von Prozessen und Strukturen im Rahmen des Zukunftsprogramms "Aareal 2020" sowie Kosten für strategische Projekte. Das sonstige betriebliche Ergebnis in Höhe von 74 Millionen Euro (Vorjahr: 30 Millionen Euro) enthält - wie im zweiten Quartal 2017 kommuniziert - einen positiven Sondereffekt (50 Millionen Euro) aus der Auflösung von im Rahmen des Erwerbs der Corealcredit Bank AG gebildeten Rückstellungen.
Insgesamt ergab sich für das Geschäftsjahr 2017 ein Konzernbetriebsergebnis in Höhe von 328 Millionen Euro (Vorjahr: 366 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung von Ertragsteuern in Höhe von 115 Millionen Euro und einem den nicht beherrschenden Anteilen zurechenbaren Ergebnis (6 Millionen Euro) betrug das auf die Eigentümer der Aareal Bank AG entfallende Konzernergebnis 207 Millionen Euro (Vorjahr: 215 Millionen Euro). Unter der Annahme einer zeitanteiligen Abgrenzung der Nettoverzinsung der AT1 (Additional Tier 1)-Anleihe ergibt sich ein den Stammaktionären zugeordnetes Konzernergebnis von 191 Millionen Euro (Vorjahr: 199 Millionen Euro).
Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen erzielte die Aareal Bank Gruppe im Geschäftsjahr 2017 ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 8,8 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,2 Milliarden Euro). Das Neugeschäftsvolumen lag damit über dem ursprünglich avisierten Zielkorridor von 7 bis 8 Milliarden Euro.
Der Zinsüberschuss im Segment belief sich auf 646 Millionen Euro (Vorjahr 716 Millionen Euro). Wesentliche Gründe für den Rückgang sind das planmäßige Abschmelzen nicht-strategischer Kreditportfolios, Währungseffekte sowie hohe vorzeitige Kreditrückzahlungen.
Insgesamt ergab sich ein Betriebsergebnis im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen von 351 Millionen Euro (Vorjahr: 395 Millionen Euro).
Die Umsatzerlöse im Segment Consulting/Dienstleistungen stiegen im Geschäftsjahr 2017 auf 226 Millionen Euro (Vorjahr: 206 Millionen Euro). Die Erhöhung resultierte aus einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse der Tochtergesellschaft Aareon und des Bankbereichs Wohnungswirtschaft.
Der Personalaufwand belief sich auf 151 Millionen Euro und lag damit über dem Vorjahresniveau (144 Millionen Euro). Gründe hierfür waren unter anderem die gestiegene Mitarbeiterzahl und die Unternehmenserwerbe der Aareon im Jahr 2017.
Die Aareon erreichte mit 34 Millionen Euro wieder das gute Ergebnis des Vorjahres.
Das Volumen der Einlagen der Wohnungswirtschaft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2017 im Einklang mit dem Zukunftsprogramm "Aareal 2020" auf durchschnittlich 10,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 9,6 Milliarden Euro). Neben einer Erhöhung der Sichteinlagen konnte vor allem auch der Anteil der Mietkautionen gesteigert werden. Durch das anhaltend niedrige Zinsniveau wurde das Ergebnis aus dem Einlagengeschäft und damit das Segmentergebnis belastet. Die Bedeutung dieses Geschäfts geht allerdings weit über die aus den Einlagen generierte, im aktuellen Marktumfeld unter Druck stehende Zinsmarge hinaus. Die Einlagen der Wohnungswirtschaft sind für die Aareal Bank eine strategisch bedeutende zusätzliche Refinanzierungsquelle.
Insgesamt ergab sich aufgrund der anhaltenden Belastungen aus dem derzeitigen Niedrigzinsumfeld für das Segment Consulting/Dienstleistungen ein Betriebsergebnis von -23 Millionen Euro (Vorjahr: -29 Millionen Euro). Unter Berücksichtigung von Steuern (-8 Millionen Euro) verblieb ein Segmentergebnis in Höhe von -15 Millionen Euro (Vorjahr: -18 Millionen Euro).
Erfolgreiche Refinanzierungsaktivitäten - Gute Kapitalausstattung
Die Aareal Bank Gruppe hat im Geschäftsjahr 2017 ihre geplanten Refinanzierungsaktivitäten erfolgreich durchgeführt. Im Berichtszeitraum konnten insgesamt 2,4 Milliarden Euro an mittel- und langfristigen Mitteln am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Das Emissionsvolumen des ungedeckten Fremdkapitals betrug 0,7 Milliarden Euro. Vom Gesamtvolumen entfielen 1,7 Milliarden Euro auf Hypothekenpfandbriefe.
Die Aareal Bank ist weiterhin sehr solide kapitalisiert. Die Kernkapitalquote (Tier 1) lag per 31. Dezember 2017 bei auch im internationalen Vergleich komfortablen 22,1 Prozent (31.12.2016: 19,9 Prozent). Die harte Kernkapitalquote (CET 1) fully phased beträgt 18,9 Prozent (31.12.2016: 15,7 Prozent). Unter Annahme einer Vollumsetzung der neuen Eigenkapitalregeln (Finalisierung Basel III beziehungsweise "Basel IV") lag die harte Kernkapitalquote (CET 1) per 31.12.2017 bei 13,4 Prozent.
Erläuterungen zur vorläufigen Gewinn- und Verlustrechnung des vierten Quartals 2017
Nach den vorläufigen, untestierten Zahlen betrug der Zinsüberschuss im Schlussquartal 2017 148 Millionen Euro (Q4/2016: 169 Millionen Euro).
Im vierten Quartal belief sich die Risikovorsorge auf 29 Millionen Euro (Q4/2016: 33 Millionen Euro) und lag damit im Rahmen der Erwartungen. Der Provisionsüberschuss lag mit 61 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert (Q4/2016: 56 Millionen Euro).
Das Handelsergebnis, das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und das Ergebnis aus Finanzanlagen summierten sich im Schlussquartal auf insgesamt minus eine Millionen Euro, nach minus fünf Millionen Euro im Jahr zuvor.
Der Verwaltungsaufwand im Konzern betrug im vierten Quartal 123 Millionen Euro (Q4/2016: 130 Millionen Euro).
Per Saldo ergab sich im vierten Quartal ein Konzernbetriebsergebnis von 66 Millionen Euro (viertes Quartal/2016: 85 Millionen Euro beziehungsweise 57 Millionen Euro bereinigt um den positiven Sondereffekt aus der erfolgreichen Beendigung von Rechtstreitigkeiten im Zusammenhang mit der im Jahr 2014 übernommenen Corealcredit). Nach Abzug von Steuern in Höhe von 18 Millionen Euro betrug das Konzernergebnis 48 Millionen Euro. Unter Berücksichtigung der Annahme einer zeitanteiligen Abgrenzung der Nettoverzinsung der AT1-Anleihe (vier Millionen Euro) belief sich das auf die Stammaktionäre der Aareal Bank AG entfallende Konzernergebnis auf 44 Millionen Euro (Q4/2016: 33 Millionen Euro).
Ausblick 2018: Weiteres solides Geschäftsjahr erwartet
Für das laufende Jahr geht die Aareal Bank Gruppe von weiterhin anspruchsvollen Rahmenbedingungen für ihr Geschäft aus - mit anhaltend niedrigen Zinsen in Euroopa und einem hohen Wettbewerbs- und Margendruck auf wichtigen Zielmärkten. Vor diesem Hintergrund wird die Aareal Bank ihre strikt ertrags- und risikoorientierte Geschäftspolitik fortführen. Ihre strategische Weiterentwicklung im Rahmen des Zukunftsprogramms "Aareal 2020" wird sie weiter beschleunigen, um unter den auch künftig sehr herausfordernden Rahmenbedingungen dauerhaft erfolgreich zu sein.
Für den Zinsüberschuss im Konzern erwartet die Aareal Bank für das Gesamtjahr 2018 einen Wert von 570 bis 610 Millionen Euro inklusive des künftig nach IFRS 9 separat ausgewiesenen Abgangsergebnisses . Die Risikovorsorge dürfte in einer Bandbreite von 50 bis 80 Millionen Euro liegen. Beim Provisionsüberschuss, der durch den Ausbau des Geschäfts im Segment Consulting/ Dienstleistungen kontinuierlich an Bedeutung für den Konzern gewinnt, wird eine weitere Steigerung auf 215 bis 235 Millionen Euro prognostiziert. Der Verwaltungsaufwand dürfte auf 470 bis 500 Millionen Euro sinken.
Vor diesem Hintergrund erwartet die Aareal Bank für das laufende Jahr ein Konzernbetriebsergebnis in einer Spanne von 260 bis 300 Millionen Euro; diese Größenordnung entspricht dem um den positiven Corealcredit-Einmaleffekt bereinigten Vorjahresergebnis. Der RoE vor Steuern dürfte im laufenden Jahr bei 9,5 bis 11 Prozent, das Ergebnis je Aktie (EpS) bei 2,60 bis drei Euro liegen. An ihrem mittelfristigen Ziel eines RoE vor Steuern von rund zwölf Prozent hält die Aareal Bank unverändert fest.
Im Segment Strukturierte Immobilienfinanzierungen wird der Abbau nicht-strategischer Portfolios in 2018 fortgesetzt, allerdings soll das Kernkreditportfolio der Aareal Bank wachsen. Insgesamt dürfte das Gesamtkreditportfolio gegenüber dem Vorjahr - vorbehaltlich Währungsschwankungen - stabil bleiben und in einer Größenordnung zwischen 25 und 28 Milliarden Euro liegen. Für das laufende Jahr wird ein Neugeschäft in einer Bandbreite von sieben bis acht Milliarden Euro angestrebt, wobei ein Schwerpunkt erneut im weiterhin margenstarken US-Markt liegen soll. Im Segment Consulting/Dienstleistungen erwartet die Aareal Bank für ihre IT-Tochter Aareon einen deutlich steigenden Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis von rund 40 Millionen Euro.