Investoren akzeptieren immer geringere Renditen – Wohnimmobilien in A-Märkten nahe zwei Prozent.
Außer bei Shoppingcentern sind die Renditen (IRR)1 aller Assetklassen erneut kräftig gesunken. Das ist das Kernergebnis der 5 Prozent Studie 2019. Demnach sind deutsche Immobilien nach wie vor sehr gefragt, auch wenn sich die Fragezeichen aus dem makroökonomischen Umfeld häufen. Investoren akzeptieren die immer niedrigeren Renditen.
Erstmals konnte in der diesjährigen Studie keine Nutzungsart mehr ermittelt werden, die im Core- Bereich – also bei stabil vermieteten Immobilien in nachhaltig guten Lagen – eine IRR von mindestens 5,5 Prozent aufweist. „Wer das Anlageziel von fünf Prozent verfolgt, muss weiterhin auf kleinere Märkte und Nischensegmente ausweichen. Aber auch hier wird die Auswahl immer geringer: Allein in Büromärkten der D-Städte sowie bei Gewerbeparks und Produktionsimmobilien sind Renditen von fünf Prozent oder mehr erzielbar“, sagt Sven Carstensen, Niederlassungsleiter Berlin bei bulwiengesa und Autor der Studienreihe.
Wohnimmobilien in den A-Märkten nahe zwei Prozent
Offensichtlich wird es immer anspruchsvoller, wirtschaftlich sinnvoll in Wohnbestandsimmobilien in den deutschen Großstädten zu investieren. Der Anstieg der Multiplikatoren hält an, was zu einer weiteren Verteuerung führt. Dies ist vor allem dem attraktiven Marktumfeld und einer sehr hohen Nachfrage auf dem Investmentmarkt geschuldet. Auch in diesem Jahr ist in den Ballungsräumen trotz Mietpreisbremse ein Aufwärtstrend auf dem Wohnungsmarkt erkennbar. Wohnimmobilien haben sich gegenüber dem Vorjahr abermals verteuert, wenn auch mit geringerer Dynamik. In den A-Städten liegt die erzielbare Rendite für Core-Immobilien zwischen 1,6 Prozent bis 2,5 Prozent (Vorjahr: 1,9 Prozent bis 2,6 Prozent). Auch das Renditeniveau für Wohnimmobilien in B-Märkten ist erneut abgerutscht und liegt bei 2,4 Prozent bis 3,2 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent bis 3,3 Prozent).