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Die Fertigstellung der Teilchenbeschleunigeranlage in Darmstadt ist für Sommer 2023 geplant. 2025 soll die Anlage vollständig in Betrieb genommen werden. (Bild: ion42/FAIR)

News 2020-04-28T00:00:00Z 220-Millionen-Euro-Auftrag für Züblin und Strabag

Züblin und Strabag errichten gemeinsam den erweiterten Rohbau des südlichen Bereichs der Teilchenbeschleunigeranlage Fair.

Akquiseerfolg für Züblin und Strabag in Deutschland: In Arbeitsgemeinschaft errichten sie den erweiterten Rohbau des Anlagebereichs Süd von Fair. Fair – F acility for A ntiproton and I on R esearch – wird die weltweit einzigartige Teilchenbeschleunigeranlage für die Spitzen­forschung an der Entwicklung des Universums und dem Aufbau der Materie. Mit Fair kann Materie im Labor erzeugt werden, wie sie sonst nur im Universum vorkommt.

„Das Herzstück der Gesamtanlage ist der bereits im Bau befindliche unterirdische Kreisbeschleuniger mit einem Umfang von 1,1 Kilometern. Er verläuft in einem unterirdischen Tunnel, dessen Sohle bis zu 17 Meter tief liegt. Der Anlagenbereich Süd umfasst vor allem die nachgeschalteten Speicherringe und Experimentierstationen. Es freut uns, bei diesem herausragenden Forschungsprojekt die Leistungsvielfalt unseres Konzerns – vom Hochbau bis zum Spezialtiefbau – zum Einsatz zu bringen“, sagt Thomas Birtel, Vorstandsvorsitzender bei Strabag.

Errichtet wird Fair am GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt. Die Gesellschafter der Auftraggeberin Fair kommen aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Indien, Polen, Rumänien, Russland, Slowenien und Schweden. Das Auftragsvolumen für den erweiterten Rohbau des Anlagenbereichs Süd für Züblin und Strabag liegt bei 220 Millionen Euro. Der Baustart ist geplant für Juni 2020, die Fertigstellung für Sommer 2023.

Technik, Tunnel und 24 Gebäude auf 150.000 Quadratmetern

Nach Inbetriebnahme der Anlage werden rund 3.000 Wissenschaftler aus aller Welt für Fair arbeiten. An den Kreisbeschleuniger schließt sich ein komplexes System von Speicherringen und Experimentierstationen an. Die Gesamtfläche von insgesamt 150.000 Quadratmetern bietet Platz für 24 Gebäude und Tunnelabschnitte sowie eine komplexe technische Infrastruktur. Zwölf der insgesamt 24 Bauten werden von der Arbeitsgemeinschaft aus Züblin und Strabag errichtet. Dazu gehören verschiedene unterirdische Anlagen zur Strahlführung und Gebäude zur Durchführung von Experimenten sowie darauf aufbauende Hallen mit schweren Kranbahnen zur Steuerung und Bestückung der maschinentechnischen Anlagen. Des Weiteren sind im Leistungsumfang verschiedene Wirtsch

Über ihre Tochtergesellschaft Züblin Spezialtiefbau ist Züblin bereits seit Juli 2017 an dem Mega-Bauprojekt beteiligt: Als technischer Federführer einer Arbeitsgemeinschaft plant und baut das Unternehmen die Baugruben des Anlagenbereichs Nord inklusive Verbauarbeiten, Wasserhaltung und Gründungspfähle. Zur Arbeitsgemeinschaft gehören außerdem die Max Bögl Stiftung, Stump Spezialtiefbau und die Kölner Strabag.

zuletzt editiert am 31. Mai 2021
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