Masterpläne kosten viel Zeit und Geld. Allzu oft bringen sie dafür nicht nur Visionen, sondern auch jede Menge Ärger. Hier sind zehn Lehren, die sich aus den Masterplänen für Duisburg, Köln, Mönchengladbach und Bottrop ableiten lassen.
Als im Jahr 2013, fünf Jahre nach Vorlage des Kölner Masterplans für die Innenstadt, sein Verfasser Albert Speer von der Lokalpresse gefragt wurde, ob es ein Indiz für eine Chaosstadt sei, dass noch kein Vorschlag davon verwirklicht wurde, lautete die Antwort des Stadtplaners und Gründers des Büros AS&P: „Ich glaube schon.“
Und in Bezug auf Duisburg titelte der WDR-Hörfunk 2015, acht Jahre nach Vorlage von Norman Fosters Masterplan Innenstadt: „Ziele nicht umgesetzt.“
Wozu also Masterpläne aufstellen, wenn Jahre nach ihrer Präsentation nichts zu sehen ist? Oder fehlt es den Beobachtern (und Steuerzahlern) einfach nur an Geduld und Vertrauenin die Hartnäckigkeit der Akteure? Fakt ist, dass allerhand Hürden im Weg stehen, bis den Plänen Taten folgen.
Masterpläne
Autor: Roswitha Loibl
