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Zinshäuser weiter im Aufwind

Auch C- und D-Standorte können vom Investoreninteresse profitieren: Transaktionsvolumina um bis zu 300 Prozent gestiegen.

Zinshäuser in Deutschland erfreuen sich bei Investoren ungebrochener Beliebtheit. Nach Zahlen des Beraterhauses Engel & Völkers Commercial haben gerade C- und D-Standorte gewonnen, denn Anleger suchen Alternativen zu den teuren Metropolen. Das Unternehmen hat die Daten für Mehrfamilienhäuser sowie Wohn- und Geschäftshäuser aus 62 deutschen Städten ausgewertet.

Der Boom schlägt sich in der Preisentwicklung nieder. Verglichen wurde das erste Halbjahr 2018 mit 2017. Besonders stark gestiegen sind die Angebotspreise in Koblenz (gut 35 Prozent auf rund 1.750 Euro pro Quadratmeter), in Augsburg (gut 24 Prozent auf rund 2.870 Euro), aber auch in Halle an der Saale (gut 21 Prozent auf 1.120 Euro) und in Gelsenkirchen (gut 18 Prozent auf knapp 850 Euro). „Ruhrgebietsstädte und ostdeutsche Städte sind besonders dynamisch“, heißt es im Marktbericht.

Erfreulich für Investoren ist die Entwicklung der Mieten. Die prozentuale Rangliste führt Brandenburg an der Havel an mit einem Plus von 8,9 Prozent (auf 6,12 Euro pro Quadratmeter), gefolgt von Rostock mit 8,1 Prozent (auf 7,65 Euro) und Kempten im Allgäu mit 7,5 Prozent (auf 8,63 Euro).

Bei den Transaktionsvolumina vergleicht der Bericht die Zahlen von 2016 und 2017, da die Daten der Gutachterausschüsse für 2018 noch nicht vorliegen. Dennoch ist sich Dirk Beller, Head of Commercial, sicher: „Es deutet nichts darauf hin, dass sich die Entwicklung in 2018 verändert hat.“

Und diese Entwicklung sieht so aus: In Brandenburg an der Havel – dem Spitzenreiter – hat das Transaktionsvolumen um fast 300 Prozent zugenommen. In absoluten Zahlen bedeutet dies, dass im Jahr 2017 Zinshäuser für 75 Millionen Euro den Eigentümer gewechselt haben. In Bremerhaven lag die Zunahme bei 165 Prozent (auf 91 Millionen Euro), in Trier bei 110 Prozent (auf 80 Millionen Euro) und in Oberhausen bei 98 Prozent (auf 142 Millionen Euro). Unter den Top Ten dieses prozentual gestaffelten Rankings finden sich mit Münster, Wiesbaden und Hannover immerhin drei B-Städte.

10.01.2019