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Wie wollen wir wohnen?

Wohnkonzepte: Welche Wohnformen sind in Zukunft gefragt und wie kann die Immobilienwirtschaft auf diesen Bedarf reagieren? Ein Gespräch mit Chris Richter, CEO von Animus.

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Wie wird die Immobilienwirtschaft der Zukunft aussehen? Eine der Fragen, mit der sich das Whitepaper "Wohnkonzepte neu gedacht" von Animus beschäftigt. (Bild: Leo Wieling/Unsplash)

Herr Richter, Sie haben in einem Whitepaper die Wohnkonzepte der Zukunft untersucht. Gab es wirklich neue Erkenntnisse?

Chris Richter: Das Whitepaper zeigt deutlich, worauf sich Immobilienunternehmen in den kommenden Jahren konzentrieren müssen, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Ein paar der genannten Konzepte, wie beispielsweise Generationsübergreifendes Wohnen, sind bereits bekannt, finden jedoch bisher nicht genug Beachtung auf dem Markt.

Warum ist das so?

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Dr. Chris Richter, MRICS, CEO Animus. (Bild: Animus)

Es ist essentiell die kommenden Krisen ernst zu nehmen und schon jetzt auf die künftigen Bedürfnisse zu reagieren. Zumeist hapert es jedoch an der Umsetzung. Während betreutes Wohnen immer mehr in den Investorenfokus rückt und integrative Wohnkonzepte vermehrt Anklang finden, bleiben Mehrgenerationenprojekte trotz allem ein Nischenprodukt. Keywords wie gemeinschaftliche Pflege, Sharing-Economy, digitale Kommunikation und Verwaltung sowie Nachbarschaftsnetzwerke – sowohl online als auch offline – bilden die wichtigsten Wohntrends der Zukunft.

Was spricht für Mehrgenerationen-Wohnen?

Entlastet werden nicht nur der Wohnungsmarkt, sondern auch beispielsweise Pflegekräfte, Städte und Familien. Des Weiteren darf nicht außer Acht gelassen werden, dass in diesen Projekten mehrere Generationen mit unterschiedlichen Lebensformen aufeinandertreffen und sich gegenseitig ergänzen. Senioren können Aufgaben übernehmen und jüngere Generation entlasten, etwa bei der Kinderbetreuung oder anderen gemeinschaftlichen Diensten. Auf diese Weise werden Aktivitäten im sozialen Bereich gefördert, wodurch sich letztendlich eine erhöhte Wohnqualität ergibt.

Tiny House, Stadtwohnung oder Haus im Grünen: Wie sieht Ihre persönliche Wohnform der Zukunft aus?

Wenn ich nach einem stressigen Arbeitstag nach Hause komme, möchte ich mich in Ruhe entspannen können. Vielleicht noch eine Runde um die Felder joggen oder gemütlich im Garten liegen. Ein Haus im Grünen ist da meine erste Wahl, sowohl heute als auch zukünftig.

Das Whitepaper "Wohnkonzepte neu gedacht" von Animus lesen Sie hier gratis: zum Download

Das Gespräch führte Markus Gerharz für die immobilienmanager Ausgabe 7/8-2020.

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27.07.2020