zurück

Warum Sie öfter mal faul sein sollten

Die Faulheit hat einen miesen Ruf. Ganz bewusst nichts zu tun, treibt manchem sogar Angstschweiß aus den Poren. Dabei gibt es gute Gründe öfter mal faul zu sein. Hier sind schon einmal vier - mehr waren uns wirklich zu anstrengend.

Öfter mal faul sein, hat seine guten Seiten (Foto: Ryan McGuire/Gratisography.com)
Öfter mal faul sein, hat seine guten Seiten (Foto: Ryan McGuire/Gratisography.com)

Fleißig sein ist eine Tugend. Haben wir ja alle schon im Kindesalter gelernt. „Sei fleißig, damit was aus dir wird", hört so mancher sicher noch seine Oma im Ohr. Die Ansage ist bestens angekommen, denn bis ins Erwachsenenalter fällt es uns doch ziemlich schwer, einfach mal faul zu sein. Nichts tun und in den Tag leben? Das können die meisten nicht einmal während ihres Urlaubs.

Dabei hat die Faulheit zu Unrecht einen so schlechten Ruf. Es gibt sogar gute Gründe, öfter mal faul zu sein. Deshalb haben wir vier besonders gute Gründe zusammengetragen - berufen Sie sich gerne auf uns, wenn Sie einen davon umsetzen:

1. Faul macht kreativ
Wer ohne Rast und ohne Ruh im Hamsterrad seine Runden dreht, der macht sich nicht bloß müde. Er wird obendrein noch betriebsblind für Neues. Kreativität, Ideen, Inspiration - all das bleibt auf der Strecke, wenn man sich nicht ab und an seine Portion Müßiggang gönnt. Etwas Zeit zum Runterkommen und die Gedanken einfach mal kreisen lassen, das kann wahre Wunder bewirken und verschütt' gegangene Kreativität ans Tageslicht befördern.

2. Fokussiert dank Faulheit
Wer sich Auszeiten und bewusste Pausen nimmt, der arbeitet anschließend umso fokussierter. Die Gefahr der Ablenkung mag trotz Pausen noch immer da sein. Aber wer sich Pausen gönnt, konzentriert sich später besser auf seine Aufgaben und vermeidet Ablenkungen ganz bewussst. Effizienz steht dann im Vordergrund, um die knappe Ressource Zeit nicht zu verschleudern.

3. Kraftquelle Faulheit
Läuft ein Motor ständig auf höchster Drehzahl, gibt er irgendwann den Geist auf. Und dabei ist der Mensch (noch) gar keine Maschine. Um die eigenen Aufgaben angehen zu können, sie effektiv und gut zu bewältigen, muss unser Akku immer wieder aufgeladen werden. Hin und wieder ein wenige Faulheit hilft, die Reserven aufzufüllen und anschließend voller Kraft an die Arbeit zu gehen.

4. Faul macht erfolgreich
Das Pareto-Prinzip fußt auf der 80:20 Regel. Mit 20 Prozent unseres Engagements erzielen wir 80 Prozent unserer Ergebnisse. Der Rest fällt vergleichsweise kaum ins Gewicht. Auf den Job übertragen heißt das: Konzentrieren Sie sich auf wirklich Wichtiges, priorisieren Sie ihre Handlungen und vergeuden Sie nicht Zeit und Kraft mit unwichtigen Dingen. Dann werden Sie automatisch mehr Erfolg haben.

Übrigens: Am 10. August ist der offizielle Tag der Faulheit, den sollten Sie sich schon einmal fett im Kalender markieren. Allerdings schadet es auch nicht, sich schon vorher die ein oder andere Auszeit zu gönnen. Vielleicht folgen Sie einfach Trends wie Tanzen in der Mittagspause oder Qigong am Feierabend. Ganz extreme Kandidaten sollen ja hin und wieder sogar Kaffee- und Mittagspausen für soziale Interaktionen wie reden oder entspannen an der frischen Luft nutzen. Verrückte Sachen gibt es ....

Autor: Markus Gerharz

30.04.2018