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Verträge fix: Karlsruhe bekommt neues Fußballstadion

Die Stadt Karlsruhe und der Karlsruher Sport Club sowie die Betreibergesellschaft haben Verträge für ein neues Stadion unterzeichnet. Am bekannten Standort soll eine Arena für 35.000 Zuschauer entstehen.

So könnte der Stadion-Neubau in Karlsruhe aussehen (Foto: KSC)
So könnte der Stadion-Neubau in Karlsruhe aussehen (Foto: KSC)

Jahrelang wurde diskutiert, nun ist klar: Der Karlsruher Sportclub bekommt ein neues Fußballstadion. Die Stadt Karlsruhe und der Karlsruher Sport Club e.V. (KSC) sowie die Betreibergesellschaft haben am vergangenen Freitag vier entsprechende Verträge unterzeichnet. GvW Graf von Westphalen hat den Fußballclub bei den bau-, pacht-, immobilien-, vergabe-, lizensierungs-, gesellschafts- und steuerrechtlichen Fragestellungen beraten.

Mit der Unterzeichnung des Entwicklungs- und Pachtvertrages zum zukünftigen Stadion, dem Mietvertrag über Freiflächen und dem Interimsmietvertrag zum bestehenden Wildpark-Stadion endet „im zweiten Anlauf“ eine jahrzehntelange Diskussion um ein neues Stadion.

Standort Wildpark bleibt
Die Parteien haben sich darauf geeinigt, dass am Standort des bisherigen Stadions ein Stadionneubau mit einer Zuschauerkapazität von 35.000 Zuschauern geplant und errichtet werden soll. Die Stadt Karlsruhe wird das Stadion-Projekt in einem einjährigen öffentlichen Verhandlungsverfahren nach VOB/A auf Basis einer mit dem KSC verhandelten und fortzuschreibenden funktionalen Leistungsbeschreibung ausschreiben und durch einen Totalunternehmer errichten lassen. Abbruch und Rückbau des bestehenden Wildpark-Stadions sowie der Neubau sollen im laufenden Betrieb erfolgen.

Gesamtkosten 114,5 Millionen Euro
Die Kosten für das Stadion werden mit 74,5 Millionen Euro beziffert und die Gesamtsumme einschließlich städtischer Infrastrukturmaßnahmenwerden mit insgesamt 114,5 Millionen Euro veranschlagt. Baubeginn soll im Herbst nächsten Jahres sein, als Planungs-und Bauzeit wird seitens der Stadt eine Zeitspanne von 30 Monaten veranschlagt.

Nach Errichtung des Stadions pachtet die Stadiongesellschaft des KSC das Stadion von der Stadt, hat aber zudem die Option zum Ankauf und Abschluss eines Erbbaurechts auf Basis eines Selbstkostenerstattungsmodells.

21.11.2016