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Triuva-Verkauf: Patrizia erhält den Zuschlag

Am Ende waren noch drei Bieter übrig – allesamt aus Deutschland. Den Zuschlag für das Fondsgeschäft der IVG Immobilien AG erhielt letztlich die Augsburger Patrizia Immobilien AG, die ihr Immobilienvermögen damit auf einen Schlag um 50 Prozent ausbaut.

Der Apple-Store in Florenz (Foto: Triuva)
Auch dieses Retail-Objekt in der Piazza della Repubblica im historischen Zentrum von Florenz gehört zum Triuva-Portfolio, das nun der Patrizia Immobilien AG gehört (Foto: Triuva)

Die IVG Immobilen AG veräußert ihre Tochtergesellschaft Triuva Kapitalverwaltungsgesellschaft an die Augsburger Patrizia Immobilien AG. Triuva ist einer der führenden Anbieter und Manager von strukturierten Immobilienprodukten für institutionelle Investoren in Deutschland mit einem verwalteten Vermögen von aktuell rund 9,8 Milliarden Euro und rund 270 Immobilien sowie mit mehr als 200 Mitarbeitern in ganz Europa. Bislang konzentrierte sich Triuva im Wesentlichen auf gewerbliche Immobilien im Büro-, Einzelhandels- und Logistiksektor in Europa.

Im Mai dieses Jahres hatte die IVG Immobilien AG einen strukturierten Verkaufsprozess gestartet. Ursprünglich hatten über 60 deutsche und internationale Adressen ihr Interesse bekundet. Laut Handelsblatt waren neben der Patrizia am Ende noch die DIC Asset AG und Hamburg Trust im Rennen. Der Kaufpreis wurde nicht öffentlich gemacht, die Übernahme werde aber aus bestehender Liquidität finanziert. Wie die Zeitung weiter berichtet, wurde zuletzt ein Kaufpreis um die 200 Millionen Euro kolportiert. Der Firmenwert der Triuva liege bei rund 185 Millionen Euro.

Patrizia auf einen Schlag ein Big Player in Europa
Mit der Übernahme steigt das durch Patrizia verwaltete Immobilienvermögen um rund 50 Prozent auf über 30 Milliarden Euro an. Damit rückt das Unternehmen nach eigenen Angaben unter die Top-10 der europäischen Immobilien-Investmentmanager auf. Vor wenigen Wochen erst hatten die Augsburger den dänischen Immobiliendachfondsanbieter Sparinvest Property Investors übernommen.

Auch ohne die Triuva-Übernahme laufen die Geschäfte der Patrizia Immobilien AG auf Hochtouren. Nach den ersten neun Monaten 2017 erwartet das Unternehmen ein operatives Gesamtjahresergebnis von mehr als 75 Millionen Euro. Bislang hatte die Prognose bei einer Spanne zwischen 60 Millionen und 75 Millionen Euro gelegen.

13.11.2017