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Trendbarometer: Blase? Welche Blase?

Egal ob Immobilienblase, Flüchtlingswelle oder stagnierende Mieten – den Marktteilnehmern scheint man momentan keinen Schrecken einjagen zu können. Laut dem aktuellen Trendbarometer der Berlin Hyp sehen die meisten positiv in die Zukunft.

Zweimal pro Jahr befragt die Berlin Hyp in Deutschland aktive Immobilienexperten zu ihrer aktuellen Einschätzung des marktes. An der aktuellen Online-Befragung haben vom 18. April bis 22. Mai 2016 insgesamt 150 Immobilienprofis teilgenommen. Darunter waren viele Banker, Investoren, Projektentwickler und Consultants, aber auch Makler und Gutachter. 95 Prozent von ihnen arbeiten bei deutschen Unternehmen .

Die wichtigsten Ergebnisse des Trendbarometers
Das Zinsniveau hält sich als Evergreen an der Spitze, wenn es um die Top-Faktoren geht, die den deutschen Immobilienmarkt in den kommenden zwölf Monaten prägen. Bereits in den vorangegangenen Ausgaben des Trendbarometers sahen die Befragten darin das wichtigste Kriterium. An Bedeutung verloren: die Flüchtlingswelle und die politischen Rahmenbedingungen.

Eine Immobilienblase fürchten hingegen deutlich weniger Teilnehmer als noch vor einem halben Jahr. War der Wert von Frühjahr bis Herbst 2015 noch von 33 Prozent auf 51 Prozent nach oben geschnellt, sank er nun wieder auf 41 Prozent ab. „Wichtig ist, dass sich die Risikoparameter der Banken nicht lockern. Hier beobachten wir die eine oder andere Entwicklung mit Sorge“, erklärt Gero Bergmann, Mitglied des Vorstandes der Berlin Hyp. „Durch den EU-Austritt Englands kann es sein, dass der deutsche Markt noch interessanter für Ausländer wird. Es bleibt abzuwarten.“

Keine Zustimmung für die Geldmarktpolitik
Beinahe acht von zehn Befragte halten die geldpolitischen Maßnahmen bezogen auf den Immobilienmarkt für weniger oder gar nicht sinnvoll. Dazu Gero Bergmann: „Der anhaltende Liquiditätszufluss durch Niedrigzinsen führt zu weiterhin sinkenden Renditen und zunehmender Angebotsverknappung. Der Markt wird immer enger und die Konkurrenz größer.“

Autor: Markus Gerharz

01.08.2016