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Transaktionen über 40 Milliarden Euro erfolgen Off-Market

Die HPBA Studie hat die Immobilientransaktionen 2018 untersucht.

Off-Market-Immobilientransaktionen erzielten 2018 ein Transaktionsvolumen von 40 bis 70 Milliarden Euro. Damit bestätigt die zweite HPBA Off-Market-Studie in Kooperation mit der Bulwiengesa AG das Ergebnis vom vergangenen Jahr. Die Befürwortung von Off-Market-Transaktionen fällt mit 98 Prozent ähnlich wie im Vorjahr sehr hoch aus. Demgegenüber steht in diesem Jahr die Zahl von 29 Prozent an Marktteilnehmern, die an Bieterverfahren nicht teilnehmen oder sie explizit ablehnen.

Für die Studie befragten Bulwiengesa und HPBA wie im Vorjahr ein Panel von 700 Teilnehmern aus allen Bereichen der professionellen Immobilienmärkte. Die hohe Repräsentativität der befragten Unternehmen für den deutschen Immobilienmarkt ergibt sich aus den bereits in der ersten Studie erhobenen Assets under Management und den erstmals erhobenen Investorentypen. Insgesamt decken die befragten Unternehmen rund 100 Milliarden Euro Immobilienvermögen ab – mit einer großen Spannweite zwischen Vermögen mit weniger als 100 Millionen Euro bis hin zu Vermögen über zehn Milliarden Euro.

31 Prozent der von den befragten Investoren realisierten Transaktionen werden als Share Deals anstelle von grundbuchrechtlich dokumentierten Asset-Deals durchgeführt. Der Anteil an Marktteilnehmern mit positiver Abschlussquote bei Käufern und Verkäufern ist für Off-Market-Modelle im Vergleich zur ersten HPBA Off-Market-Studie nochmals deutlich gewachsen: 68 Prozent der Käufer und 75 Prozent der Verkäufer erreichen durch Off-Market-Modelle eine Erfolgsquote von mehr als 50 Prozent. Damit fällt der Unterschied zu klassischen On-Market-Modellen deutlicher als im vergangenen Jahr aus: Bei den Käufern liegt der Anteil positiver Abschlussquote um 40 Prozentpunkte, bei den Verkäufern um 26 Prozentpunkte höher. Im Vergleich zur ersten HPBA Off-Market-Studie hat sich der Anteil der Marktteilnehmer, die bereit sind, höhere Preise zu bezahlen, um 7,8 Prozentpunkte auf 84,8 Prozent gesteigert. Auf Käufer- und Verkäuferseite fällt die Zufriedenheitsquote bei Off-Market-Transaktionen 17 Prozentpunkte höher aus als bei On-Market-Verfahren. Auch der Anteil der „sehr unzufriedenen“ Antworten fällt deutlich geringer aus als bei konventionellen On-Market-Transaktionen. Im Vergleich zur ersten Studie herrscht eine hohe Kontinuität bei den genannten Vorteilen von Off-Market-Transaktionen, wie Diskretion, Qualität des Matchings und Abschlusswahrscheinlichkeit.

15.11.2019