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Top 7: Büroflächenumsatz sinkt – Leerstand auch

Im ersten Halbjahr 2018 ging der Büroflächenumsatz in den Top 7 Städten in Deutschland um neun Prozent zurück. Denn befinden sich die Leerstände auf einem historischen Tief. Die Zahlen und die Folgen.

Die Top 7 Standorte im Überblick (Quelle: German Property Partners)
Die Top 7 Standorte im Überblick (Quelle: German Property Partners)

Der Flächenumsatz auf den Büromärkten der deutschen Top-7-Standorte ist German Property Partners (GPP) zufolge im ersten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um rund neun Prozent gesunken. Von den insgesamt 1,67 Millionen Quadratmetern wurden 867.700 Quadratmeter im leicht stärkeren zweiten Quartal umgesetzt.

Gleichzeitig ging die Top-7-Leerstandsquote im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut zurück und erreichte mit 3,7 Prozent ein Allzeittief. Die Mieten stiegen an fast allen Standorten. Nur in Hamburg und Stuttgart sanken sie in der Spitze leicht um jeweils zwei Prozent. Die höchsten Spitzenmieten wurden in Frankfurt mit 42,00 Euro pro Quadratmeter und Monat und München mit 36,10 Euro erzielt. Frankfurt zeigte mit 20,65 Euro auch erneut die höchste Durchschnittsmiete. Das rasanteste Mietwachstum legte sowohl bei der Durchschnittsmiete (+20 Prozent auf 20,50 Euro) als auch bei der Spitzenmiete (+ 12 Prozent auf 32 Euro) Berlin vor.

Kaum freie Flächen kommen auf den Markt
Für die Jahre 2018 und 2019 geht German Property Partners (GPP) an den deutschen Top-7-Standorten von einem voraussichtlichen Fertigstellungsvolumen von rund 2,43 Millionen Quadratmetern in 255 Projekten aus. Hiervon sind jedoch bereits 64 Prozent vertraglich gebunden. 2018 stehen Mietinteressenten nur ein Viertel der projektierten Büroflächen zur Verfügung.

Der Anteil von Co-Working-Anbietern und Business Centern am Top-7-Büroflächenumsatz hat sich binnen eines Jahres nahezu verdoppelt auf 6,8 Prozent (113.000 Quadratmeter). Nur 38 Prozent dieser Büroflächen befinden sich in den Top-7-CBDs. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich dieser Anteil fast halbiert.

„Zwar ist der Flächenumsatz in München, Stuttgart und Frankfurt im niedrigen einstelligen Bereich gestiegen. Das sollte aber nicht über die teilweise kritisch niedrigen Flächenkapazitäten hinwegtäuschen, besonders in Berlin und Stuttgart“, erläutert GPP-Sprecher Guido Nabben. „Die hohe Büroflächennachfrage wird anhalten. Trotz einiger Großgesuche in Berlin, Düsseldorf und Frankfurt scheinen die Top-7-Büromärkte jedoch weit von neuen Rekorden entfernt. Wir rechnen nicht vor 2020 mit einer Entspannung, so dass die Unternehmen sich an den Top-7-Standorten auf noch weiter steigende Büromieten einstellen müssen“, prognostiziert Nabben.

02.07.2018