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Stade: Neuer Bildungscampus in Riensförde geplant

Im Süden der Hansestadt Stade entsteht der 22.000 Quadratmeter große Bildungscampus Riensförde mit Platz für 1.000 Kinder und Jugendliche. Totalübernehmer für Planung, Bau, Instandhaltung und Gebäudemanagement ist Goldbeck.

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Visualisierung des neuen Bildungscampus Riensförde. (Bild: Rendertaxi/GMP)

Im Rahmen eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens hat die Hansestadt Stade Goldbeck Public Partner (GPP) in Form einer öffentlich-privaten Partnerschaft als Totalübernehmer für die Planung, den Bau und die Instandhaltung sowie das technische Gebäudemanagement des neuen Bildungscampus Riensförde (BCR) beauftragt. Der Ende August unterschriebene Vertrag legt einen Festpreis inklusive Baufinanzierung in Höhe von rund 72,5 Millionen Euro für Planung und Realisierung fest. Das Bielefelder Immobilienunternehmen übernimmt nach Fertigstellung für 25 Jahre die Instandhaltung der Gebäude sowie das technische Objektmanagement. Der Baubeginn ist für Mai 2021 terminiert, der Nutzungsbeginn startet im August 2023 zum neuen Schuljahr.

Im Zuge der Bebauung entstehen auf einem rund 70.000 Quadratmeter großen, unbebauten Gelände im Stadtteil Riensförde eine Grundschule, eine Oberschule, eine Kindertagesstätte und Krippe, zwei Mensen sowie Innen- und Außen-Sportanlagen. Im Außenbereich ist neben PKW- und Fahrradstellplätzen auch eine großzügige ÖPNV-Anbindung geplant. Der gesamte Bildungscampus wird einen bebauten Raum von rund 22.000 Quadratmetern umfassen und ist für rund 1.000 Kinder und Jugendliche ausgerichtet.

Für die architektonische Ausgestaltung des Projekts zeichnet das international tätige Architekturbüro GMP, von Gerkan, Marg und Partner, aus Hamburg verantwortlich. Der Entwurf folgt dem Leitgedanken von der Kinderkrippe bis zur Oberschule alle Formen der Betreuung und Bildung auf einem Campus abzubilden und dabei auch neue Erkenntnisse nachhaltiger Pädagogik miteinzubeziehen. Dies soll sich auch in den von Blaurock Landschaftsarchitektur aus Dresden entworfenen Außenanlagen widerspiegeln. Dort soll es anstatt asphaltierter Schulhöfe verschiedene Grün- und Außenflächen mit ansprechendem Baumbestand, Matschanlagen und Kletterparks sowie Sportanlagen geben.

Auch in puncto Nachhaltigkeit setzt die GPP mit einem Blockheizkraftwerk für die Gewinnung von Wärme und elektrischer Energie einen hohen Grad an Selbstversorgung um. Zudem ist eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Sporthalle geplant. Die Nachhaltigkeit der Gebäude wird mit einem DGNB-Zertifikat ausgezeichnet.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass unsere langjährige Erfahrung, gepaart mit hochwertiger Architektur und Nachhaltigkeit, den Auftraggeber überzeugen konnte. Gemeinsam mit unserem Architektur-Partner GMP haben wir ein modernes und innovatives Konzept entwickelt, das allen Nutzern des Campus Spaß und Freude beim Lernen und Arbeiten bereiten wird“, sagt Niclas Mühlenstädt, Projektmanager bei GPP. Die 2006 gegründete GPP ist Teil der inhabergeführten Goldbeck GmbH und auf das Leistungsangebot für die öffentliche Hand spezialisiert.

Der Stadtteil Riensförde liegt im Süden der Hansestadt Stade. Der Projektstandort befindet sich in einem Dreieck zwischen dem Stadtweg und der Harsefelder Straße. Das Campusgelände, das durch eine Trasse für die Regionalbahn geteilt ist, wird durch eine Unterführung für Fußgänger und Radfahrer verbunden.

15.09.2020